Discounter im Wettstreit

Lidl eifert jetzt Aldi nach - und übernimmt erfolgreiches Konzept

  • vonJulia Schöneseiffen
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Lidl macht es dem Rivalen Aldi nach. Der Discounter teilt sich in Nord und Süd auf.

Neckarsulm - Für den täglichen Lebensmittel-Einkauf kann der Deutsche aus zahlreichen Optionen wählen. Entsprechend umkämpft ist der Markt. Lidl hat nun sein Vertriebsgebiet in Deutschland nach dem Vorbild von Aldi nach Nord und Süd aufgeteilt, so lebensmittelzeitung.net. Der Discounter, Teil der Schwarz-Gruppe, möchte so besser auf die Gegebenheiten vor Ort reagieren können. Für den Kunden wird sich nichts Grundlegendes ändern. Und auch das Logo wird in Deutschland einheitlich bleiben. Auch am zentralen Einkauf und an den Besitzverhältnissen kommt es zu keinen Veränderungen. Dafür sollen in der Logistik und bei der Eröffnung neuer Läden die Nord- und Süd-Abteilungen künftig selbständiger agieren, um regionale Potenziale besser erkennen und nutzen zu können. Als Vorbild dient der Rivale Aldi, der in den letzten Jahren mit einem Abwärtstrend zu kämpfen hat.

Lidl macht es Aldi nach: Aufteilung in Nord und Süd

Lidl vs. Aldi: Konkurrenzkampf spitzt sich zu

Zwar liegt der Rivale Aldi noch vor Lidl, doch der Vorsprung wird kleiner. Wie lebensmittelzeitung.net berichtet liegt der Aldi-Umsatz nur noch etwa 2,5 Mrd. Euro über dem Umsatz von Lidl. Der Umsatz-Vorsprung hat sich somit seit 2016 halbiert. Die Discounter und Supermärkte haben zwar von der Corona-Pandemie profitiert, doch Aldi konnte weniger profitieren als die Konkurrenz.

Lidl weltweit vorne mit dabei

Schwarz-Komplementär Klaus Gehrig wollte eine Vertriebsstruktur nach Aldi-Vorbild schon vor Jahren einführen. Er sei überzeugt davon, dass mit einer Nord-Süd-Aufteilung Lidl näher am Markt sei. Zudem könne der Discounter schneller auf den regionalen Wettbewerb vor Ort reagieren. Während Aldi also versucht die Struktur zentraler zu gestalten geht Lidl den umgekehrten Weg.

Auf internationaler Bühne hat die Schwarz-Gruppe, zu der neben Lidl auch Kaufland gehört, Aldi bereits seit geraumer Zeit abgehängt, so die Wirtschaftswoche. So sei die Schwarz-Gruppe mit 134 Milliarden Dollar Umsatz inzwischen der weltweit drittgrößte Händler hinter Walmart und Amazon. Aldi folgt mit 116 Milliarden Dollar auf Platz vier. Es bleibt spannend, ob in Deutschland Aldi seinen Platz vor Lidl verteidigen kann. Aldi, Lidl und weitere Discounter sind ab kommenden Jahr von einer Gesetzesänderung betroffen. (jsch)

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Rubriklistenbild: © Martin Gerten/dpa

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