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Ein Erfrischungsgetränk, das bei Aldi verkauft wird, sorgt bei einer Mutter für Erstaunen.

Verbraucherzentrale kennt Problem

Mutter kauft „besondere Erfrischung“ bei Aldi und beschwert sich: „Völlig irreführend“

Eine Mutter hat bei Aldi ein Erfrischungsgetränk für ihre Kinder gekauft. Allerdings fiel erst durch Zufall auf, dass die Flüssigkeit für Kinder eher ungeeignet ist.

In den letzten Wochen hatte die Hitzewelle ganz Deutschland fest im Griff. Da war jede Erfrischung gerne gesehen. Gerade Eltern müssen bei den hohen Temperaturen unter anderem besonders Acht geben, dass ihre Kinder genug trinken. Eine Mutter tat genau dies und griff im Aldi-Süd-Regal zu einer süßen Erfrischung für ihre Kinder. Allerdings war sie zu Hause geschockt über die Inhaltsstoffe. Zu allem Überfluss ist es nicht das erste Mal, dass das Getränk durch die etwas versteckte Kennzeichnung auffiel.

Doch von vorne: Die besagte Mutter kaufte das Getränk für ihre Kinder Ende Juni und wandte sich später in einer Beschwerde-Mail via Facebook an den Discounter. Darin beschrieb sie die Situation wie folgt: „Ich habe als besondere Erfrischung für die Kinder jeweils eine Flasche Saft-Limo Orange und Johannisbeere gekauft.“ Erst zu Hause gab es die Überraschung: „Mein Mann sah dann zufällig am Tisch, dass in der Johannisbeerlimo Guarana und Koffein enthalten ist.“ 

Diese Aldi-Limo ist für Kinder extrem ungeeignet

Der Hauptwirkstoff von Guarana ist ebenfalls Koffein. Der Stoff ist für Kinder extrem ungeeignet. Wegen des geringeren Körpergewichts von Kindern wirken bei ihnen bereits deutlich niedrigere Koffeinmengen sehr stark. „Eine zu hohe Koffeindosis kann dann umgekehrt zu Konzentrationsschwierigkeiten und Verhaltensstörungen wie Nervosität, Gereiztheit oder gar Angstzuständen führen“, warnt etwa das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz

Mutter beschwert sich bei Aldi: „Völlig irreführend“

Die Mutter schreibt in ihrer Beschwerde an Aldi weiter, dass die Wirkstoffe durchaus in der Zutatenliste auf der Rückseite der Limo-Flasche aufgeführt seien. Aber: „Hier müsste m. E. eine viel deutlichere und größere Kennzeichnung her“, meint sie. Denn der Begriff „Saft-Limo“ sei diesbezüglich „völlig irreführend, die anderen beiden Sorten sind unbedenklich und man rechnet als Verbraucher überhaupt nicht, dass dem Getränk plötzlich Koffein beigemischt ist.“

Am Ende ihrer Beschwerde verweist die Mutter auch darauf, dass sie im Internet einige Artikel zu genau diesem Limo-Fall gefunden habe und sie somit nicht die Erste sei, der dieses Problem auffällt.

Video: Frische Sommerlimonade selbstgemacht

Aldi-Limo enthält Koffein: Verbraucherzentrale hat Fall bereits beanstandet

Und tatsächlich findet sich etwa auf der Seite Lebensmittelklarheit.de eine Einschätzung der Verbraucherzentrale zum Thema. Darin heißt es, dass das Etikett auf der Vorderseite der Limo der Marke rio d‘oro mit dem Geschmack schwarze Johannisbeere „auf eine handelsübliche fruchtsafthaltige Limonade“ hindeute. Und weiter: „Erst das Kleingedruckte auf der Rückseite lässt erkennen, dass die Limonade auch Koffein enthält. Der Anbieter sollte bereits in der Nähe des Produktnamens auf den Koffeingehalt hinweisen.“ Dies sei „umso wichtiger“, da die Aufmachung des Getränks, etwa durch die Schriftart, „durchaus auch Kinder ansprechen kann“.

Allerdings hat der Hersteller (rio d‘oro ist eine Eigenmarke von Aldi) in diesem Fall bereits reagiert und den Zusatz „koffeinhaltig“ eigentlich auch auf der Vorderseite angebracht. Warum dies im Fall der Mutter nicht der Fall gewesen sein soll, ist nicht ganz klar. 

Nicht nur Kinder, sondern auch Teenager und junge Erwachsene wollen Aldi und Lidl aktuell für sich gewinnen. Bei besonderen Aktionen auf Festivals gab es bei dem Aldi-Lidl-Wettkampf aber offenbar einen klaren Sieger. Allerdings sorgte Aldi zuletzt auch für Freude bei den Verbrauchern: Ein beliebtes Markenprodukt gab es bei Aldi zum echten Schleuderpreis. Währenddessen musste ein Produkt bei Edeka, Kaufland und Rewe wegen Salmonellen-Gefahr zurückgerufen werden.

Was draufsteht ist scheinbar nicht immer was drinsteckt. So erlebte ein Aldi-Kunde neulich eine unschöne Überraschung - und das, obwohl er sich so auf seine Lieblingsbeilage gefreut hatte.

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Nach Strafzetteln auf dem Kundenparkplatz setzt Aldi einen drauf und drohte einem Kunden mit Hausverbot wegen einer Lappalie. Seine Frau beschwert sich.

Aldi hat auch ein Erfrischungsspray im Sortiment, mit dem man sich an heißen Tagen abkühlen kann. Das kommt bei den Kunden aber nicht gut an. Sie kritisieren, dass es umweltschädlich sei.

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