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In China betreibt Aldi zwei moderne Filialen

Arbeitende Käufer in China

Aldi-Revolution: So verhindert der Discounter, dass Kunden an der Kasse warten müssen

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Aldi möchte seine Kunden in China schneller abfertigen. Es gibt zwar keine langen Warteschlangen mehr an der Kasse, dafür aber in anderen Bereichen der Filialen.

Nicht nur bei uns betreibt der Discounter Aldi Filialen. Auch in China hat er inzwischen Fuß gefasst und betreibt dort zwei Filialen. Mit ihnen beschreitet er einen ganz neuen Weg, mit dem er seine Effizienz steigern möchte. Die Kunden müssen dort ihre Waren selber scannen. Dafür kommt der Discounter mit weniger Kassen und damit mit weniger Personal aus.

Aldi-Revolution: Warteschlangen gibt es nur noch am Bistro

SB-Kassen, bei denen die Kunden selber an Kassen aktiv werden, sind bei uns schon in einigen Supermärkten verbreitet. Doch bei Aldi geht das in China anders, wie Chip berichtet. Dort scannt der Kunde die Waren unmittelbar, nachdem er sie aus dem Regal genommen hat mit der passenden Smartphone App. Das Konzept nennt sich „Scan & Go“. Es sind nur zwei Begriffe, die aber präzise beschreiben, wie das Einkaufen abläuft. Der Kunde kann die Filiale verlassen, ohne anstehen zu müssen. Bezahlt wird dann per Online Payment Provider oder Kreditkarte.

Laut dem Bericht von Chip gibt es zwar keine Schlangen mehr in den Warenbereichen, dafür aber in den Aldi Bistros. Unter der Bezeichnung „Berliner Bao“ werden dort nämlich Teigtaschen verkauft, die mit Sauerkraut und Würstchen gefüllt sind. Sie sind bei den Chinesen offenbar heißt begehrt.

Aldi: Revolution durch SB-Kassen bringt nicht nur Vorteile

Wenn Kunden selber zum Scanner greifen, um ihre Waren zu scannen, bringt das oft einen Vorteil mit sich, da wichtige Zeit eingespart werden kann. Doch es gibt viel Kritik am Konzept des „arbeitenden Kunden“. Der Soziologe Gerd-Günter Voß, der den Begriff geprägt hat, kritisiert unter anderem, dass der Kunde damit zu einem Mitarbeiter des Unternehmens werde, dabei aber nicht auf der Gehaltsliste stehe. Damit sind übrigens nicht nur SB-Kassen im Supermarkt gemeint, sondern auch Bestellterminals in Fast-Food-Restaurants oder Selbst-Check-In-Terminals an Flughäfen.

Aldi betreibt übrigens beim Southside-Festival einen Pop-Up-Store mit 16 Kassen und erwartet dort 55.000 Kunden. Eine schnellere Abfertigung könnte sich dort lohnen. Auch der Discounter Lidl hat in der Vergangenheit bereits die Gäste auf einem Festival mit Produkten versorgt.

Ein Aldi-Produkt hält indesböse Überraschungen für die Kunden bereit und muss nun zurückgerufen werden.

dg

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