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2G-Regel im Supermarkt? Länder preschen vor - jetzt reagieren Aldi, Lidl und Rewe

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Von: Julia Schöneseiffen

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In einigen Bundesländern kommt es zu gravierenden Veränderungen der Corona-Regeln. Diese betreffen auch Supermärkte. Kommt es zu einer 2G-Pflicht bei Aldi, Rewe, Lidl und anderen Märkten?

München - Genesen oder geimpft - die sogenannte 2G-Regel ist mit Blick auf das Coronavirus ein Maßstab, der mittlerweile vielerorts gilt - sei es teilweise in Bars oder Clubs, teils in Kinos oder anderen Räumlichkeiten für Veranstaltungen. Doch zwei Bundesländer gehen noch einen Schritt weiter. Hessen und Niedersachsen geben Supermärkten die Möglichkeit, darüber zu entscheiden, ob sie nur noch gegen Corona-Geimpfte oder vom Virus-Genesene bei sich einkaufen lassen wollen. Doch was sagen die Supermärkte selbst zu der Möglichkeit der 2G-Regel beim Einkaufen? Können künftig nur noch Geimpfte und Genesene ihre Lebensmittel vor Ort einkaufen?

Handelsverband und Aldi zur 2G-Regel im Supermarkt

Der Handelsverband zeigt sich gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) skeptisch, dass viele Supermärkte auf 2G setzen werden. „Wichtig ist, dass das freiwillig bleibt, denn eine 2G- oder 3G-Pflicht beim Einkauf wäre in der Praxis gerade für Geschäfte mit hoher Kundenfrequenz wie bei Lebensmitteln oder Bekleidung nicht umsetzbar“, so Handelsverband-Hauptgeschäftsführer Genth.

Auch Aldi Nord zeigt sich ablehnend bezüglich einer 2G-Pflicht beim Einkaufen. „Zutrittsbeschränkungen zu den Märkten von Aldi Nord im Sinne einer 2G- oder 3G-Regelung sind derzeit nicht geplant“, heißt es in einer Stellungnahme gegenüber dem RND. „Einzelne Kundengruppen vom Einkauf auszuschließen würde grundsätzlich unserem Selbstverständnis des zuverlässigen Grundversorgers widersprechen.“ 

2G im Supermarkt: Das sagen Lidl und Rewe

Auch der Discounter Lidl schreibt: „Wir werden keine 2G-Regelung in unseren Filialen einführen.“ Und auch bei Rewe-Geschäften ist 2G nicht geplant: „Die Märkte der Rewe Group (Rewe, Penny, Toom Baumarkt) werden diese Möglichkeit des 2G-Optionsmodells in Hessen nicht nutzen“, heißt es gegenüber dem RND. Die bisherigen Regelungen in den Märkten hätten sich in der Praxis sehr gut bewährt.

Schild mit der 2G-Regel, Getestet durchgestrichen, nur geimpft und genesen
In Hessen und Niedersachsen können Supermärkte eine 2G-Pflicht einführen. © Bihlmayerfotografie / IMAGO

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Demnach verzichten die großen Supermarktketten zumindest vorerst auf eine 2G-Pflicht und ermöglichen so weiterhin allen Bürgern den Zugang zu Lebensmitteln und Co. Wie die Handelskette Kaufland zu dem Thema steht, wurde in einem richtungsweisenden Statement bekanntgegeben. (jsch)

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