Aldi Süd Leuchtschild
+
Produktrückruf bei Aldi (Symboldbild)

Gesundheitsgefahr droht

Nicht essen! Produktrückruf bei Aldi - Pflanzenschutzmittel im Müsli entdeckt

  • vonJulia Schöneseiffen
    schließen

Der Discounter Aldi ruft ein Müsli zurück. Untersuchungen haben einen gefährlichen Stoff nachgewiesen.

Lüneburg - Aus Gründen des vorsorgenden Verbraucherschutzes ruft der Discounter Aldi ein Müsli zurück. Betroffen von dem Rückruf ist das „Bio Basis-Müsli 5-Korn Mix“ der Marke „Schneekoppe“. Der Rückruf gilt sowohl für Aldi Süd als auch für Aldi Nord.

Aldi-Rückruf: Gefährlicher Wirkstoff im Müsli nachgewiesen

Der Rückruf betrifft die Artikel mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 15.09.2021. Im Rahmen von Untersuchungen wurden Rückstände des Pflanzenschutzmittels Ethylenoxid nachgewiesen, so das Unternehmen DE-VAU-GE Gesundkostwerk Deutschland GmbH. Der überschrittene Grenzwert von Ethylenoxid wurde in einer Probe des enthaltenen Rohstoff Bio-Sesam festgestellt. Daher sollte das Produkt nicht mehr verzehrt werden.

Mit unserem brandneuen Verbraucher-Newsletter bleiben Sie immer auf dem neusten Stand in Sachen Verbraucherinformationen und Produktrückrufe.

Aldi: betroffenes Produkt „unverzüglich aus dem Handel genommen“

Aldi gibt an, den betreffenden Artikel sofort aus dem Handel genommen zu haben. Das Müsli könne in die Filiale zurück gebracht werden, der Kaufpreis werde natürlich erstattet. „Andere Mindesthaltbarkeitsdaten, andere Sorten und andere Artikel des Lieferanten DE-VAU-GE Gesundkostwerk GmbH sowie andere Artikel und andere Lieferanten der Marke Schneekoppe sind nicht betroffen“, so Aldi.

Rückruf von „Bio-Basis-Muesli-5-Korn Mix“ der Marke „Schneekoppe“

Bei Aldi Süd wurde das betroffene Produkt in Filialen in Teilen von Hessen, Rheinland- Pfalz, Baden- Württemberg, Bayern, Saarland und NRW verkauft. Bei Aldi Nord sind die Gesellschaften Datteln, Greven, Großbeeren, Herten, Jarmen, Seevetal, Schloß-Holte, Werl und Wittstock betroffen.

Auch der Discounter Netto hat ein Müsli des gleichen Lieferanten bereits zurückgerufen.

Rückruf: Rückstände im Müsli können krebserzeugend sein

Sesam, vorwiegend aus Indien, enthält oft das in der EU verbotene Ethylenoxid. Bei Lebensmittelkontrollen wurden in den vergangenen Wochen immer wieder Rückstände des Wirkstoffes Ethylenoxid in Produkten wie Riegeln, Snacks oder Salat-Toppings gefunden.  Der EU-Gesetzgeber hat für Ethylenoxid in Sesam einen sogenannten Rückstandshöchstgehalt von 0,05 mg/kg festgesetzt. Denn Ethylenoxid ist erbgutverändernd und krebserzeugend. Zu den kurzfristigen Symptomen beim Menschen zählen Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Übelkeit. In schlimmeren Fällen kann der Wirkstoff Zuckungen und Krämpfe bis hin zu einem komatösen Zustand auslösen. Stiftung Warentest nahm daher Anfang des Jahres Sesam-Produkte unter die Lupe. (jsch)

Auch interessant

Kommentare