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ALDI Süd baut sein Backwaren-Sortiment um

Backwaren-Angebot

Aldi Süd: Produktangebot bei Grundnahrungsmittel geändert - Reaktion auf Umfrage-Klatsche?

  • Josef Forster
    vonJosef Forster
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Der Discounter-Riese Aldi Süd weitet sein regionales Backwaren-Angebot aus. Im Zuge der Corona-Pandemie passt Aldi wohl auch den Kassenbereich an.

Mülheim a. d. Ruhr - Wie der Discounter-Riese Aldi Süd mitteilt, weitet die Supermarktkette ihre Zusammenarbeit mit regionalen Bäckereien aus*. Der Konzern reagiert nach eigenen Angaben auf die Wünsche der Kunden, die „Wert auf eine gesunde, hochwertige und auch nachhaltige Ernährung legen“, so Svenja Özen, Corporate Buying Director bei Aldi Süd. Bereits über 1000 Filialen arbeiten mit 44 lokalen Backstuben zusammen, die das Backwaren-Regal mit ihren Produkten füllen.

Mit der Kooperation springt der Discounter auf den Trend zu regionalen Lebensmittel auf: „Hinzu kommt, dass unsere Kunden nicht erst seit der Corona-Pandemie mehr Wert auf eine gesunde, hochwertige und auch nachhaltige Ernährung legen. So gewinnen regionale Produkte an Bedeutung, die auf kurzen Wegen in unsere Filialen kommen. Diesen Trend unterstützen wir“, heißt es von Unternehmensseite. Damit könnte das Unternehmen unter anderem auch auf eine Umfrage-Klatsche aus dem Jahr 2020 reagieren.

Aldi sinkt in der Gunst der Kunden - Edeka beliebter als der Discount-Riese

Einer Studie zufolge war Aldi bei den Kunden vom Beliebtheitsthron verdrängt worden. Der Konkurrent auf Platz eins: Edeka. So hatte Edeka laut der 11. Mitteldeutschen Markenstudie (MDM) 2020 der MDR Media GmbH die Führung bei der beliebtesten Supermärkte in Deutschland eingenommen. Aldi Süd und Aldi Nord gemeinsam gezählt rückten auf Platz zwei. Die Studie zeigt, dass Kunden bei ihrem Einkauf Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein legen - was in der Nachfrage nicht selten mit einer Konzentration auf regionale Angebote einhergeht. Edeka wirbt seit einigen Jahren mit regionalen Schwerpunkten im Angebot. Nun scheint Aldi nachzuziehen.

Die Bäckereien, die mit Aldi kooperieren, erhoffen sich Kundenzuwachs, da sie ihre Produkte auch außerhalb ihrer Bäckereien anbieten können. Die Zusammenarbeit mit regionalen Bäckereien markiert den Wendepunkt im Verhältnis zwischen Aldi und dem Bäckerei-Gewerbe. Noch im Jahr 2015 standen sich die Parteien vor Gericht gegenüber, um über den Begriff des „Backens“ zu streiten. Der Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks wehrte sich gegen die Behauptung, dass in den Backautomaten des Discounters tatsächlich „gebacken“ werde. Damals fand das Gericht zu keinem Ergebnis, da beide Parteien den Streit für erledigt erklärten.

Aldi baut wohl Kassen aufgrund der Corona-Pandemie um

Doch nicht nur im Backregel stehen für Aldi Veränderungen an. Wie RUHR24.de *berichtet, baut der Konzern den Kassenbereich um. Bietet der Discounter derzeit vor allem sogenannte „Impulsprodukte“, wie Süßigkeiten und Kaugummis an, sollen diese in Zukunft Desinfektionsmitteln und Hygieneprodukten in der „Quengelzone“ weichen. Mit der Veränderung reagiert Aldi wohl auf die Bedürfnisse der Kunden, die sich während der Corona-Pandemie wandelten. Wie auch die Lebensmittelzeitung schreibt, schafft der Discounter-Riese mit der Umstellung mehr Raum für weitere Produkte und entzerrt die engen Kassenbereiche.

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