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Kunden müssen beim Bezahlen nun genau hinschauen

Raffinierte Methode

Änderung bei Aldi: Nicht jedem wird es sofort auffallen

Aldi Süd verzichtet im Gegensatz zur Konkurrenz auf eine wichtige Angabe. Kunden müssen beim Bezahlen genau hinschauen.

Berlin - Niemand steht gerne an der Kasse. Viele Kunden sind beim Einkaufen genervt und haben wenig Geduld, wenn sie in der Schlange stehen. Der Discounter Aldi Süd will den Bezahlvorgang deshalb noch schneller machen und hat eine Methode entwickelt, um die Kunden bei diesem unbeliebten Vorgang schneller durchzuschleusen. Das hat allerdings auch Nachteile für die Verbraucher, sie müssen genau aufpassen.

Bezahlvorgang bei Aldi soll verkürzt werden

Durchschnittlich 22 Sekunden dauert der Bezahlvorgang an Supermarktkassen, wie das Handelsinstitut EHI in Köln berichtet. Um diesen Vorgang zu verkürzen, gibt es bei Aldi Süd nun eine Veränderung. Der Discounter gibt nach Angaben der Badischen Neuesten Nachrichten auf seinen Kassenzetteln nicht mehr an, wie viel Bargeld der Kunde gegeben hat und wie viel Rückgeld er bekommt. Eine Sprecherin von Aldi Süd sagt:  „Im Rahmen einer möglichst schnellen Abwicklung an der Kasse wird bei einem Einkauf bei Aldi Süd das Rückgeld auf dem Kassenzettel nicht angegeben."

Kunde muss bei Aldi nun selbst rechnen

Das erhöht das Tempo beim Abkassieren. Denn für eine Angabe auf dem Kassenbeleg müsste der Kassenmitarbeiter warten, bis klar ist, mit welchem Betrag der Kunde zahlen möchte. Das dauert dem Discounter offenbar deutlich zu lange. Steht der Betrag nicht auf dem Bon, fällt dieser Schritt weg. Es kann sofort abkassiert werden. Der Kunde muss nun aber selbst im Kopf nachrechnen und das Wechselgeld überprüfen. 

Kassierer bei Aldi soll früh mit Berechnung des Kleingelds beginnen

Der Kassierer soll schon die Berechnung des Rückgeldes beginnen, bevor der Kunde das Geld zum Bezahlen hervorholt. Die Sprecherin von Aldi Süd sagte zu den Badischen Neuesten Nachrichten: „Hierbei wird nicht wirklich gerechnet, sondern auf den nächsthöheren, möglichen Betrag, mit dem der Kunde bezahlen könnte, hochgezählt und dabei die Differenz an den Kunden ausgezahlt.“ Das funktioniert dann beispielsweise so: Lautet der Betrag 15,55 Euro, nimmt der Kassenmitarbeiter erst die Cent-Münzen, um auf 16 Euro herausgeben zu können. Danach noch vier Euro, um auf 20 Euro herausgeben zu können. Das spart Zeit, weil der Kunde das Wechselgeld schneller bekommt.
Mit dieser Methode spart der Discounter einige Sekunden. Allerdings ist für den Kunden im Nachhinein nicht mehr nachvollziehbar, ob er das richtige Wechselgeld bekommen hat. Einigen Verbrauchern ist die Abfertigung an der Kasse sowieso zu schnell

erb

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