Drei neugeborene Babys liegen nebeneinander in bunten Stramplern.
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Einige Vornamen für Kinder werden immer unbeliebter. (Symbolbild)

Babynamen 2020

Amazon: Wegen des Anbieters wird ein Vorname zum „No-Go“ – Immer weniger Eltern wollen ihr Kind so nennen

  • Maria Dirschauer
    vonMaria Dirschauer
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Frisch gebackene Eltern sind häufig wochenlang auf der Suche nach einem Vornamen für ihr Baby. Laut Experten gibt es einige Namen, die auf der Beliebtheitsskala sinken – bei einem sind sie selbst überrascht.

  • Eine der wichtigsten Entscheidungen für Eltern betrifft den Vornamen ihres Babys.
  • Namensforscher veröffentlichen jedes Jahr Statistiken über die beliebtesten Vornamen.
  • Einige zuvor beliebte Namen sind wegen Ereignissen oder Personen in der Rangliste weit abgerutscht.

München - Bekannte Persönlichkeiten und gesellschaftliche Ereignisse beeinflussen schon immer Eltern bei der Wahl eines Vornamens. Wer kennt nicht die Begründung von neugebackenen Eltern, dass sie einen Star so sehr verehren, dass ihr Kind ebenso heißen soll?

Was wurde aus Kevin, Chantal und Jaqueline? – Diese Vornamen werden immer unbeliebter

Knud Bielefeld, norddeutscher Vornamen-Experte, wertet für seine Vornamen-Rangliste Babygalerien von Krankenhäusern aus. So deckt er fast ein Viertel aller rund 700.000 Neugeborenen pro Jahr ab, wie die dpa berichtet. Auch die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) veröffentlicht seit 1977 jährlich eine Liste der in Deutschland am häufigsten vergebenen Vornamen und kann so die zu- oder abnehmende Beliebtheit bestimmter Namen beobachten. Ihre Daten zieht die GfdS von Standesämtern und erfasst so circa 90 Prozent aller in Deutschland vergebenen Namen.

Heutzutage werden nur noch wenige Babys Chantal oder Kevin genannt. Der Grund laut Namensforscher Bielefeld: In einer Studie von 2009 kam heraus, dass Grundschullehrer Vorurteile gegenüber den Vornamen Kevin, Chantal, Justin und Mandy haben. So werden bestimmte Namen stigmatisiert und seien für Eltern „verdorben“.

Amazon benennt seine virtuelle Assistentin: Das hat auch Folgen für die Vornamen-Auswahl von Eltern

Der Vorname „Alexa“ war eigentlich auf einem aufstrebenden Zweig, doch dann führte Amazon 2014 die virtuelle Assistentin mit demselben Namen ein. Seitdem ist „Alexa“ in der Namensrangliste deutlich abgestürzt. Wie die GfdS laut n-tv.de berichtet, stand der Name 2010 noch auf Platz 200. Seit 2016 aber sei er immer weniger vergeben worden. Im Jahr 2019 war „Alexa“ nur noch auf Platz 1064 der beliebtesten Vornamen zu finden.

Prognose vom Experten: Dem Vornamen „Greta" könnte trauriges Schicksal drohen

Noch im vergangenen Jahr spekulierten Experten, ob der Vorname der schwedischen Klima-Aktivistin an die Spitze der Rangliste schießen würde. Doch der Name blieb konstant um Platz 30, wie aus Statistiken hervorgeht. Experte Bielefeld sieht sogar Anzeichen, dass „Greta“ in der Rangliste für 2020 deutlich abstürzt.

„In der jetzigen Stichprobe liegt er ungefähr auf Platz 100. Das ist sehr ungewöhnlich, dass sich ein Name von der Platzierung her innerhalb von einem Jahr so stark verändert. Das zeigt, dass der Name jetzt einfach besetzt ist“, so der Namensexperte laut n-tv.de.

Video: Verbotene Vornamen – So dürfen Sie Ihr Kind in Deutschland nicht nennen

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