Ein Stoppschild steht vor dem Logo des Versandhändlers Amazon.
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Vorsicht im Postfach: Nicht jede Mail mit dem Absender Amazon kommt wirklich von dem großen Versandhändler.

Zwei Fälle in einer Woche

Betrüger zielen auf Amazon-Kunden ab: Böse Überraschung droht

  • Robert Märländer
    vonRobert Märländer
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Wer beim Versandhändler Amazon bestellt, sollte sich vor diesen üblen Tricks in Acht nehmen. Der Verbraucherschutz warnt vor der Betrugsmasche.

München - Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor betrügerischen Mails. Dieses Mal sollen Kund:innen des Versandhändlers Amazon um ihr Geld gebracht werden. Wer leichtfertig darauf vertraut, dass sich Amazon mit einer wichtigen Nachricht gemeldet hat, kann schon kurz darauf ein böses Erwachen erleben.

Nachricht von Amazon im Postfach? Vorsicht vor gefälschten Mails

Am Freitag, den 19. März 2021 berichtete die Verbraucherzentrale von neuen Mails, bei denen sich die Absender:innen als Amazon ausgeben. Es handelt sich dabei um sogenanntes Phishing. Die Betrüger:innen haben das Ziel, an persönliche Daten zu gelangen. Besonders die Bankdaten der Kund:innen wollen sie in ihren Besitz bringen. Ähnliche Phishing-Mails im Namen von Amazon hat es auch schon vorher gegeben.

Der Betreff lautete dieses Mal „Bestätigung der Erstattung“ und dürfte Kund:innen von Amazon somit neugierig machen. Es sieht schließlich so aus, als wolle Amazon Geld zurück überweisen. Die Mail behauptet folgenden Sachverhalt: Die letzte Bestellung sei versehentlich doppelt vom Konto abgebucht worden. Nun soll es eine Rückerstattung geben. Wegen eines Fehlers in den Rechnungsinformationen brauche der Versandhändler aber noch einmal die korrekte Bankverbindung. Die Kund:innen sollen auf einen Link in der Mail klicken, um dort die Bankdaten einzugeben. Der Link führt aber keineswegs zu Amazon, sondern auf eine Seite, die im gleichen Design gestaltet ist. Wer dort seine Daten eingibt, schickt sie direkt an Kriminelle, die das Konto leerräumen wollen.

Amazon-Kund:innen gefährdet: Phishing-Mails mit immer neuem Inhalt

Erst zwei Tage zuvor hatte ebenfalls die Verbraucherzentrale NRW über einen anderen Betrugsversuch berichtet, bei dem auch gefälschte Amazon-Mails zum Einsatz kamen. Wegen „ungewöhnlicher Anmeldeaktivitäten“ sei das Konto deaktiviert worden. Obwohl es eine andere Nachricht war, diente sie doch dem genau gleichen Zweck. Auch in diesem Fall wurden die Empfänger:innen aufgefordert auf einen Link in der Mail zu klicken, um anschließend persönliche Informationen einzugeben. Kund:innen müssen also damit rechnen, dass sich die Nachrichten der Betrüger:innen in schneller Folge ändern.

Im vergangenen Jahr gab es unter anderem größere Sorgen, dass die zahlreichen Bestellungen zum Black Friday bei Amazon zu vermehrten Betrugsversuchen führen könnten.

Das richtige Verhalten bei einer verdächtigen Amazon-Mail

Falls Sie nicht sicher sind, ob eine verdächtige Mail echt sein könnte, sollten Sie nicht auf einen Link klicken. Oft verrät schon ein Blick auf den Absender, ob die Mail echt ist. Das muss aber nicht immer klar erkennbar sein. Rufen Sie deshalb am besten selbst die Seite amazon.de auf, indem Sie die Adresse im Browser händisch eingeben. So können Sie ganz sicher sein, dass Sie beim echten Amazon ankommen. Wenn Sie sich dort einloggen, sehen Sie ganz schnell, ob es von Amazon eine Benachrichtigung für Sie gibt. Falls alles in Ordnung ist, sollten Sie die Mail unbeantwortet im Spam-Ordner entsorgen. (rm)

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