Neue Regelung für Online-Einkäufe (Symbolbild).
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Neue Regelung für Online-Einkäufe (Symbolbild).

Große Vorteile

Bundesweite Neuerung beim Online-Shoppen - Viele müssen sich vor der nächsten Bestellung an ihre Bank wenden

  • Felicitas Bogner
    vonFelicitas Bogner
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Ab 15. März gibt es eine bundesweite Neuerung beim Online-Shoppen. Viele Kunden müssen sich nun erstmal mit ihrer Bank in Verbindung setzten.

Berlin - Seit 15. März 2021 gilt deutschlandweit eine neue Regelung beim Einkaufen im Internet. Ab sofort müssen Shopping-Plattformen wie Amazon, Ebay und Co. Bezahlvorgänge über 30 Euro per Kreditkarte zweimal absichern. Diesen Sicherheitsvorgang nennt man auch „Zwei-Faktoren-Authentifizierung“. Das bedeutet, dass bei Zahlungsvorgängen über 30 Euro nun zwei der drei Faktoren angegeben werden müssen: Faktor 1: Besitz zum Beispiel einer Kreditkarte, Faktor 2: Wissen zum Beispiel über ein Passwort oder Faktor 3: Inhärenz, also Beispielweise ein Face-Scan (digitaler Gesichtserkennung) oder ein Fingerabdruck.

Diese neue Regelung gilt aber nicht einzig für das Online-Shoppen. Wie das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland mitteilte, gelte die Bestimmung auch für Internet-Überweisungen sowie Online-Zahlungsdienste wie beispielsweise Paypal. Aber auch, wenn im Online-Warenkorb etwas liegt, das weniger als 30 Euro kostet, gibt es im Zusammenhang mit der neuen Regelung etwas zu beachten. Denn Zahlungen unter 30 Euro, also bei denen noch keine doppelte Ausweisepflicht besteht, sind künftig nur noch maximal fünfmal in Folge möglich. Sprich: bis ein Betrag von 150 Euro erreicht ist.

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Neuerung für Online-Shopper gilt ab Beträgen über 30 Euro - auch bei Überweisungen per Paypal

Online-Kunden müssen den Bezahlvorgang im Internet also ab sofort per SMS-TAN oder durch eine andere Form der Identitätsbestätigung beispielsweise abwickeln. Wer eine Kreditkarte besitzt, bei der die Nutzungsfunktion von TANs noch nicht freigeschaltet ist, sollte sich an seine Bank wenden. Ziel der neuen Regelungen ist es, mehr Sicherheit beim Zahlungsverkehr beim Online-Shoppen zu generieren und damit einen Beitrag zum Verbraucherschutz zu tätigen.

Neue Regelung für Online-Einkaufe soll für mehr Sicherheit sorgen

Die neuen Bestimmungen bergen neben dem Verbraucherschutz noch weitere Vorteile für Online-Shopper. Für gängige bargeldlose Zahlungsarten fallen mögliche Zusatzgebühren von Online-Händlern weg. Bei nichtgenehmigten Abbuchungen müssen Banken den entsprechenden Betrag binnen 24 Stunden nachdem sie informiert worden sind, zurücküberweisen. Wurde die Kreditkarte etwa nach Verlust von Dritten belastet, haftet man nur noch bis zu 50 Euro.

Vor der Neuerung haftete der Karteninhaber bis zu 150 Euro. Diese Regelung gilt nur, wenn große Fahrlässigkeit und Vorsatz ausgeschlossen sind. Zusätzlich tritt in Kraft, dass bei fehlgeleiteten Überweisungen Banken nun dazu verpflichtet sind, auf schriftliche Nachfrage alle notwendigen Informationen offenzulegen, um eine Rückerstattung zu beantragen. Auch bei Buchungen von Hotels oder Mietfahrzeugen ergibt sich dadurch ein neuer Kundenvorteil: Bis dato blockten Hotels oder Autovermietungen oft ohne Vorankündigung beim Buchungsvorgang gewisse Beträge auf der Karte. Auch das ist ab sofort ohne eine Kundenzustimmung nicht mehr genehmigt.


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