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Google Play Store: Achtung, verseuchte Android-Apps im Umlauf

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Von: Patrick Freiwah

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Google Play Store auf dem Android-Handy: Achtung vor dem Download von unbekannten Apps
Google Play Store auf dem Android-Handy: Achtung vor dem Download von unbekannten Apps. © Lobeca/Imago

Blind vertrauen sollte man dem Google Play Store nicht. Es befinden sich immer wieder verseuchte Apps im Angebot, die nach dem Download Schaden anrichten können.

München - App-Stores von Apple und Google bieten viel Auswahl für sämtliche Bereiche des Lebens. Jedoch sollten Smartphone- und auch Tablet-Nutzer Vorsicht walten lassen, wenn es darum geht, ein neues Programm herunterzuladen. Der Download einer unbekannten Software kann auf mobilen Endgeräten nämlich Schaden anrichten.

Eine Auswertung der Sicherheitsforscher von „Doctor Web“ lässt auf größere Probleme mit Android Apps im Google Play Store schließen. Entsprechende fehlerhafte Apps würden insgesamt etwa 30 Trojaner enthalten und verbreiten, der Internetriese Google habe die schädlichen Programme jedoch mittlerweile aus dem Download-Angebot entfernt. Möglicherweise passierte das im Zuge Hunderttausender Anwendungen, die vor einigen Wochen aus dem App Store gelöscht wurden.

Trojaner-Apps im Google Play Store: Millionen Downloads im Umlauf

Jedoch seien die Programme alleine in Deutschland schon viele Millionen Mal heruntergeladen worden, wodurch eine Menge von Nutzern diese Malware bereits auf ihrem Smartphone hätten. Das Fachportal appelliert an die Nutzer mit den entsprechenden Downloads, diese umgehend vom Handy zu löschen. Es handele sich dabei um folgende Apps:

Im Jahr 2021 gab es auch Wirbel um Apps, welche die Log-in-Daten von Facebook gestohlen haben:

Android-Apps: Trojaner und Malware erzeugen Werbung und Verzögerungen

Was genau ist die Problematik der mängelbehafteten Android Apps? Im Hintergrund werden Abläufe vollzogen, welche die Abläufe beeinträchtigen: Die Malware nutzt zum Beispiel die Funktion „Über anderen Apps anzeigen“, um Werbung zu präsentieren. Das wiederum verlangsamt den Prozessor, erfordert längere Wartezeiten und kostet damit Zeit.

Auch Betrugsversuche sind nicht auszuschließen, was zum Beispiel zum Diebstahl von sensiblen Daten führen kann. Um unerkannt zu bleiben, verstecken Trojaner das Symbol der entsprechenden App, tauschen es sogar gegen ein unauffälligeres Wappen aus. Die Folge: Aus einer verseuchten App wird eine angeblich notwendige System-App. Die Untersuchung verdeutlicht, dass schon vor der Installation Vorsicht geboten ist und man sich genau ansehen sollte, was für ein Programm man herunterlädt. Die Bedrohung dürfte mittelfristig kaum geringer werden: Es ist davon auszugehen, dass auch künftig Programmierer im Google Play Store schädliche Apps anbieten.

Darum sollte die App, für welche man sich interessiert, vor dem Download zumindest geprüft werden. Ist die Anwendung eher unbekannt und die App einer von dutzenden Klonen, ist zumindest Skepsis gefragt. (PF)

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