Ein Macbook Pro auf einem Holztisch.
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Auch Apple-Computer sind gegen schädliche Viren nicht immun.

Software Rätsel

Virus auf Apple-Computern mit mysteriöser Nachricht: „Hallo Welt“ - folgt der große Schaden?

  • vonTanja Kipke
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Spezialisten entdeckten neue Schadsoftware auf Apple-Computern. Das Virus enthält mysteriöse Botschaften und stellt die Sicherheits-Experten vor ein Rätsel.

München - IT-Experten der Sicherheitsfirma Red Canary haben eine bisher unentdeckte Art von Malware, also Schadsoftware, auf neuen Apple Laptops entdeckt. Sie tauften sie auf den Namen „Silver Sparrow“. Jede Stunde kontaktiert die Software einen Kontrollserver, um eventuelle Befehle entgegenzunehmen. Das geheimnisvolle an dem Virus ist jedoch die ausführende Datei, die einfach nur diese Sätze anzeigt: „Hallo Welt“ oder „Du hast es geschafft“. Laut den Fachleuten von Red Canary kann diese Datei aber nur geöffnet werden, wenn man sie als Nutzer absichtlich sucht und startet. 

Apple Macbooks: Mysteriöse Schadsoftware noch in Testphase?

Diese mysteriösen Nachrichten könnten darauf hinweisen, dass sich die Malware aktuell noch in einer sogenannten „Proof-of-Concept“ Phase befindet. Die Programmierer der Software befinden sich also womöglich noch in einer Testphase. Sie haben dadurch auf jeden Fall bewiesen, dass sie auch für die neuesten Rechner Viren erstellen können. Was die Fachleute auch noch vor ein Rätsel stellt, ist der eingebaute Selbstzerstörungsmechanismus. Dieser bewirkt, dass die Malware sich und ihre Befehle einfach direkt fast vollständig wieder selbst löscht.

Vor allem die neuen Apple Computer mit einem M1 Prozessor seien davon betroffen. Mittlerweile sind rund 40.000 Fälle von infizierten Apple Geräten bekannt - 1000 davon in Deutschland. Das genaue Ziel dieses Virus stellt die Spezialisten weiterhin vor ein Rätsel. Bisher scheint nämlich keine nachweisliche Bedrohung von der Software auszugehen. Die IT-Epxerten von Red Canary sehen die Software dennoch als ernsthafte Bedrohung. „Die Kompatibilität mit M1 Prozessoren, die globale Reichweite, die Betriebsreife und die relativ hohe Infektionsrate deuten auf eine ernstzunehmende Gefahr hin“, so Tony Lambert von Red Canary.

Apple reagiert gegen „Silver Sparrow“

Um gegen die Schadsoftware vorzugehen, hat Apple die digitalen Zertifikate zurückgerufen, die die Entwickler zum Verbreiten des Schädlings benötigen. Dadurch können Nutzer die Software nicht mehr herunterladen. Wie dieser Fall zeigt, sind auch Mac-Rechner nicht immun gegen schädliche Viren. Um sich vor solchen Angriffen zu schützen, sollte man – auch als macOS Nutzer – eine Antivirensoftware auf seinem Gerät installieren.

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