Ein Kunde mit Maske kauft in der Holzabteilung im Baumarkt ein.
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Die Corona-Lage in Deutschland hat sich deutlich entspannt. Welche Regeln gelten nun beim Einkauf im Baumarkt?

Aktuelle Corona-Maßnahmen

Obi, Hagebau und Hornbach: Diese Regeln gelten im August in Baumärkten

  • VonClara Marie Tietze
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Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz steigt aktuell wieder beständig an. Trotzdem bleibt der Einzelhandel in großen Teilen Deutschlands weiterhin geöffnet.

München - In den letzten eineinhalb Jahren der Corona-Pandemie hatten es viele Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung gehören, nicht einfach. Viele strenge Lockdowns, ein Auf und Ab der Kundenzahlen und kaum Sicherheit. Auch für Baumärkte wie Obi, Hagebau und Hornbach ist dies ein großes Problem gewesen. Aber gerade in den letzten Monaten hat sich die Lage wieder spürbar entspannt. Aktuell dürfen alle Baumärkte im Land unter gewissen Auflagen geöffnet haben.

Doch das könnte sich bald ändern: Sieht man sich die 7-Tage-Inzidenzen in Lüneburg und dem Berchtesgadener Land an, könnte man meinen, es gäbe schon sehr bald wieder stärkere Beschränkungen. Die beiden Landkreise führen aktuell die Liste mit den deutschlandweit höchsten Inzidenzen mit Werten von 62,5 beziehungsweise 62,3 an (Stand 29.07.2021). Seit die bundesweite Notbremse zum 30. Juni wieder ausgelaufen ist und nicht verlängert wurde, haben die einzelnen Bundesländer wieder die Entscheidungshoheit bei den Corona-Maßnahmen.

Baumarkt-Regeln ab 1. August: Inzidenz steigt - Geschäfte bald wieder geschlossen?

So ist es in Niedersachsen so, dass in Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 50 laut Stufenplan strengere Regelungen gelten. Im Einzelhandel - also beispielsweise in Baumärkten - mit einer Verkaufsfläche von über 200 Quadratmeter muss ein negativer Testnachweis vorgelegt werden, um einkaufen gehen zu können. In Geschäften, die nicht der notwendigen Grundversorgung angehören und weniger als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben, müssen die Betreiber zudem mindestens 20 Quadratmeter pro Person einrechnen. Bei einer Verkaufsfläche von über 800 Quadratmeter sogar eine Fläche von 40 Quadratmeter pro Person.

In Bayern wird aktuell nur zwischen zwei Stufen entschieden: Einer 7-Tage-Inzidenz unter und einer über dem Wert von 50. Im Berchtesgadener Land gelten dementsprechend aktuell die Regelungen für über 50. Hier sind für den Einzelhandel keine negativen Testnachweise vorgesehen. Die Beschränkungen richten sich lediglich je nach Ladenfläche. So darf ein Geschäft mit einer Ladenfläche von unter 800 Quadratmeter jeweils einen Kunden pro 10 Quadratmeter einlassen. In Geschäften mit größerer Verkaufsfläche muss pro Kunde das Doppelt an Platz kalkuliert werden.

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