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Führerschein-Umtausch: Frist läuft für viele im Juli ab - dann droht Bußgeld

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Von: Stella Henrich

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Laut einer aktuellen EU-Verordnung müssen Führerscheine europaweit fälschungssicher sein. Ältere Exemplare müssen umgetauscht werden. Im Juli läuft für bestimmte Jahrgänge diese Frist ab.

München ‒ Im Grunde ist es nur eine Formsache - der Umtausch des eigenen Führerscheins. Die meisten sind aus rosa, ältere Exemplare aus grauer Pappe. Aktuellere Exemplare sind aus weißem Plastik. Aber wer hätte gedacht, dass mehr als 40 Millionen Führerscheine erneuert werden müssen? Für die kommunalen Verwaltungen also ein gewaltiger Akt, der sich über Jahre hinziehen wird. Der Umtausch erfolgt daher in Staffeln, abhängig vom Geburtsjahr des Fahrers und Ausstellungsdatum des Führerscheins.

Das vorab: Der Umtausch ist verpflichtend. Bundesbürger, die zwischen 1953 und 1958 geboren sind und im Besitz eines vor 1999 ausgestellten Führerscheins sind, müssen diesen jetzt umtauschen. Die Führerscheinstelle des gemeldeten Wohnortes ist dafür zuständig. Das kann je nach Wohnort auch das Bürgeramt sein. In mancher Kommune kann der Antrag für den Umtausch auch online gestellt werden.

Das Bild zeigt die Umtauschfristen für den neuen Führerschein.
Diese Umtauschfristen gelten für die Bürger hierzulande für die neuen Führerscheine. © Bundesministerium für Digitales und Verkehr

Führerschein: Ausweis, biometrisches Foto und alten Schein beim Umtausch nicht vergessen

Wer einen neuen EU-Lappen beantragt, muss einen gültigen Personalausweis, seinen alten Schein sowie ein biometrisches Passbild mitbringen. Die gute Nachricht: Eine Fahr- und Gesundheitsprüfung wird nicht durchgeführt. Allerdings könne die Behörde, etwa bei ersichtlichen körperlichen Einschränkungen wie Rollator oder Krücken - im Einzelfall auch Bedenken in Bezug auf die Fahreignung haben, berichtet t-online.de.

Wer der Umtauschpflicht nicht nachkommt, dem droht laut Bußgeldkatalog ein Verwarngeld von zehn Euro. Wer im Ausland mit dem abgelaufenen Schein unterwegs ist, auch der kann Probleme bekommen. Die Kosten des Umtauschs belaufen sich auf 25,50 Euro.

Ein Überblick, was jetzt beim Umtausch gilt:

Führerschein-Umtausch: Welche Fristen gelten jetzt und künftig

Das Ende des Umtauschs ist vonseiten der Bundesregierung auf den 19. Januar 2033 datiert. Bis dahin müssen die rund 40 Millionen Scheine ausgetauscht sein. Für die Umtauschfristen gilt es das Geburtsjahr des Fahrers und das Ausstellungsdatum des Scheins zu beachten.

Für Führerscheine, die vor dem 31. Dezember 1998 ausgestellt wurden, entscheidet das Geburtsjahr des Inhabers über die Frist.

GeburtsjahrStichtag des Umtauschs
Vor 195319.01.2033
1953 - 195819.07.2022
1959 - 196419.01.2023
1965 - 197019.01.2024
Ab 197119.01.2025

Für Führerscheine ab dem 1. Januar 1999 entscheidet das Ausstellungsjahr über die Frist des Umtauschs.

AusstellungsjahrStichtag des Umtauschs
1999 - 200119.01.2026
2002 - 200419.01.2027
2005 - 200719.01.2028
200819.01.2029
200919.01.2030
201010.01.2031
201119.01.2032
2012 - 18.1.201319.01.2033

Diese Fristen gelten nur für Deutschland. Wer viel Zeit in einem anderen EU-Land verbringt, sollte sich erkundigen, welche Regeln das entsprechende Land für den Umtausch des Führerscheins vorgesehen hat, rät der Verkehrsclub ADAC. Das Ministerium für Digitales und Verkehr hat mit dem Auswärtigen Amt dazu Verfahrenshinweise für den Umtausch der deutschen Führerscheine getroffen.

Spätestens bis zum 19. Januar 2033 müssen alle EU-Bürger ihren alten Führerschein aber in jedem Fall tauschen. Da viele Städte jetzt bereits einen Ansturm erwarten, ist es ratsam, sich zum angemessenen Zeitpunkt um den Umtausch des Scheins in ein fälschungssicheres Scheckkartenformat zu kümmern.

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