Viele Brauereien kämpfen wegen der Corona-Maßnahmen ums Überleben.
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Viele Brauereien kämpfen wegen der Corona-Maßnahmen ums Überleben.

Bis zu 44 Prozent billiger

Brauereien leiden unter Corona-Maßnahmen - doch bei Rewe, Kaufland und Co. gibt es jetzt Mega-Rabatte auf Bier

  • Marc Dimitriu
    vonMarc Dimitriu
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Die Corona-Maßnahmen sorgen für herbe Verluste bei den deutschen Brauereien. In den Supermärkten ist das Bier so billig wie schon lange nicht mehr.

München - Die Corona-Krise macht vielen Branchen große Probleme. Fast alle Unternehmen leiden unter den seit knapp einem Jahr geltenden Maßnahmen und den Lockdowns. Einzig die Supermärkte haben ohne Unterbrechungen geöffnet und keinen Grund zur Klage.

Corona: Deutsche Brauereien leiden unter Maßnahmen - Bier muss weggeschüttet werden

Auch die deutschen Brauereien leiden stark. Weil Restaurants, Bars, Clubs geschlossen haben und keine Festivals und Volksfeste stattfinden fallen zahlreiche Abnehmer für das Bier weg. Auch private Partys gibt es nicht, sodass man das flüssige Gold nur alleine oder mit seinem eigenen Haushalt zusammen genießen kann. Der Umsatz der Branche ist wegen Corona wenig überraschend stark eingebrochen. Laut dem Statistischen Bundesamt ist der Bierabsatz im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent geschrumpft.

Einige Brauereien müssen ihr Bier sogar wegkippen. Denn an den eingelagerten Bierfässern nagt unerbittlich die Zeit des Mindesthaltbarkeitsdatums. „Das ist der Alptraum“, sagt der Chef der Düsseldorfer Hausbrauerei „Füchschen“, Peter König. Etwa 2000 bis 3000 Liter Altbier werde er entsorgen müssen, das im Oktober abgefüllt wurde. „Das tut weh“, betont König. In der Allgäuer Gemeinde Irsee wurde Bier sogar verschenkt, um es nicht im Abfluss landen zu sehen. Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes zufolge würden Millionenwerte in den Gully gekippt. Mittlerweile gibt es aber Hilfe von der Regierung.

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Verbraucher profitieren von Corona - Rewe, Kaufland und Co. mit Mega-Rabatten auf Bier

Von dem Dilemma der Brauereien profitieren jetzt aber die Verbraucher. Denn die Supermärkte und Discounter liefern sich nun eine Preisschlacht um das Bier, das berichtet t-online. Die Lagerbestände sollten lieber verkauft als weggeschüttet werden. Das ist jedoch nicht der einzige Grund für die Riesen-Rabatte auf das Bier. In dem immer noch anhaltenden Lockdown gehen die Menschen seltener einkaufen, um Kontakte zu vermeiden, und tendieren deswegen vermehrt zu Großeinkäufen. Bier sei dabei ein „Frequenzbringer“, wie die Welt einen Rewe-Sprecher zitiert. Die Supermarkt-Ketten versuchen so den Kampf um die Kunden zu gewinnen.

Man sieht nun, wie verschiedenste Läden wie Edeka, Rewe, Kaufland und Co. derzeit mit großen Rabatten auf unterschiedliche Biersorten werben. Laut t-online kostet bei Kaufland in Berlin ein Kasten Carlsberg 12,80 Euro anstatt 16 Euro, ein Minus von 20 Prozent. In Hamburg kann man einen Kasten Astra für 8,91 Euro statt 11,88 Euro bekommen (Minus von 25 Prozent).

Einen Kasten Beck‘s gibt es jetzt bei Edeka zum Preis von 10,99 Euro statt 14,84 Euro (Minus von 35 Prozent). Bei Rewe ist die Kiste Radeberger für 9,99 Euro im Angebot (Minus von 32 Prozent). Ein Kasten Hasseröder kostet bei Netto nur noch 7,80 Euro (Minus von 44 Prozent). (md/dpa)

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