Wie man sich schützen kann

Black Friday und Cyber Monday: So tricksen Händler die Verbraucher an Rabatt-Tagen aus

Am Black Friday und Cyber Monday können Konsumenten viel Geld zu sparen - doch im Online-Handel müssen sie wachsam sein. Denn nicht alles, was günstig wirkt, ist ein Schnäppchen.

Düsseldorf - Im November, also kurz vor Weihnachten, kurbeln viele Online-Händler ihren Umsatz schon einmal mit Rabatt-Tagen an. Der „Black Friday“ am 27. November wurde aus den USA importiert. Am 30. November folgt der Aktionstag „Cyber Monday“. Auch in der Woche davor finden sich bereits zahlreiche Angebote im Netz.

Am Einkaufstag „Black Friday“ locken vielversprechende Sale-Aktionen. Doch Kunden sollten genauer hinsehen.

Doch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor blinder Kaufwut. Denn wer sich ohne Nachdenken mitreißen lässt, könnte auf diese Tricks hereinfallen:

Black Friday und Cyber Monday: So täuschen Händler die Verbraucher mit Preisänderungen und Vergleichen

  • Sparpreise werden meist im Vergleich mit unverbindlichen Preisempfehlungen des Herstellers (UVP) angegeben. Diese werden teils auch als Mondpreise bezeichnet, weil sie vom Start weg nicht dem üblichen Verkaufspreis entsprechen.
  • Einige Tage vor der Aktion werden Preise in einigen Fällen heraufgesetzt, um sie sie dann wieder senken und als großen Rabatt feiern zu können.
  • Bestimmte Produkte verschwinden plötzlich zum Beginn der Aktion aus dem Sortiment - und tauchen dann nach Ende der Aktion plötzlich wieder auf. 
  • Im Schnitt lagen die Rabatte nach Angaben der Verbraucherschützer an verschiedenen Aktionstagen eher bei 20 als bei den angegebenen 50 Prozent. Interessenten rät die Verbraucherzentrale deshalb, Preisentwicklungen eine längere Zeit vor der Aktion genau zu beobachten.

Black Friday und Cyber Monday: Zeit ist ein wichtiger Faktor bei Angeboten an Aktionstagen

Ablaufende Uhren oder Balken, die Zeitlimits setzen oder schwindende Lagerbestände anzeigen, setzen Kunden unter Druck. Reicht die Zeit nicht, um das Angebot zu prüfen, ist gegen einen Kauf auf Verdacht nichts einzuwenden. Kunden sollten allerdings zuvor checken, ob eine kostenlose Stornierung möglich ist.

Im Zweifelsfall bleibt Kunden immer noch der Widerruf. Dieser ist bei einem Onlinekauf in der Regel ohne Angabe von Gründen bis zu 14 Tage nach der Lieferung des Produkts gestattet. Es können allerdings Rücksendekosten anfallen.

Black Friday und Cyber Monday 2020: Sichere Abwicklung auf der Schnäppchen-Jagd nicht außer Acht lassen

Die Verbraucherzentrale NRW rät von Käufen per Vorkasse oder Direktüberweisung dringend ab. Dahinter können sich Fake-Angebote verbergen. Gerade bei unübersichtlichen Rabattschlachten gesellen sich solche Schwindler gerne dazu. Sicherer ist die Zahlung per Rechnung oder Lastschrift.

Kunden sollten eine verschlüsselte Datenübertragung beim Einkauf nutzen und nicht aus einem öffentlichen WLAN heraus bestellen, um ihre Bankdaten zu schützen.

Zum Ende des Kaufs sollten Kunden außerdem den Browserverlauf und die Cookies löschen, damit es Händlern nicht gelingt, umfassende Profile über das Kaufverhalten anzulegen. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Ennio Leanza/dpa

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