Finanziell „bringt es gar nichts“ – Bürgergeld-Empfänger sieht keinen Vorteil darin, zu arbeiten

Viele Arbeitslose wollen wieder einen Job finden. Elvis von „Hartz und herzlich“ hat es geschafft – und dennoch weiterhin kaum genug Geld zum Leben.
Mannheim – Entgegen der Befürchtungen gibt es unter den Bürgergeld-Empfängern nur wenige „Totalverweigerer“, die lieber die staatliche Hilfe kassieren, statt zu arbeiten. Und das, obwohl man mit einem Job nicht immer automatisch besser dasteht. Diese Erfahrung macht aktuell auch „Hartz und Herzlich“-Protagonist Elvis. Er rechnet vor, wie viel er im Monat verdient und insgesamt zur Versorgung seiner Familie zur Verfügung hat. Das Ergebnis und sein Fazit sind ernüchternd.
Harte Realität bei „Hartz und Herzlich“: Arbeiten statt Bürgergeld, aber dennoch ist kaum Geld da
Die RTL2-Serie „Hartz und Herzlich“ zeigt das Leben mehrerer Bürgergeld-Empfänger und die Probleme, mit denen sie zu kämpfen haben. Eines der Paare aus der Sendung sind Elvis und seine Frau Katrin. Beide bezogen Bürgergeld, haben mittlerweile jedoch einen Minijob. Sie arbeiten als Begleitpersonen für Menschen mit Behinderungen, wodurch sie jeweils 520 Euro pro Monat verdienen. Insgesamt beläuft sich ihr Einkommen somit auf 1040 Euro. Nicht gerade viel.
Daher übernimmt das Amt zurzeit noch ihre Miet-, Strom- und Gaskosten und zahlt ihnen monatlich 79 Euro. „Also wir haben 1120 Euro zum Leben“, rechnet Elvis aus. Er fügt hinzu: „Da ist kein Kindergeld dabei.“ Wenn man dieses hinzurechnet, verfügt das Paar über etwa 2100 Euro zur Versorgung ihrer sechsköpfigen Familie, so das Nachrichtenportal Der Westen.
„Was haben wir davon?“ – Bürgergeld-Empfänger Elvis sieht keinen Sinn im Arbeiten
Das mag für den ein oder anderen nicht gerade nach wenig aussehen. Teilt man die Summe jedoch auf, hat jedes Familienmitglied ein Budget von knapp unter 12 Euro pro Tag. Selbst wenn davon nur Lebensmittel bezahlt werden müssten, könnte das durchaus eng werden. Bei Elvis und Katrin muss dieses jedoch für alle notwendigen Ausgaben ausreichen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Elvis sich fragt: „Wir gehen Arbeiten. Was haben wir davon?“
Der 50-Jährige zieht das Fazit, dass sich die Arbeit aus rein finanzieller Sicht kaum lohnt. „Vom finanziellen Standpunkt her bringt es gar nichts.“ Das Ehepaar schafft es nach wie vor nur „mit Ach und Krach“ über die Runden. Aber auch wenn unterm Strich erstmal nicht viel mehr Geld da ist, ist vielen Arbeitslosen ein Job dennoch lieber als Bezüge vom Staat zu kassieren. So freute sich eine junge Mutter bei „Hartz und Herzlich“ ungemein, als sie einen Job fand. Ein anderer Protagonist der Sendung will indes auf TikTok durchstarten und das Jobcenter von dieser Karriere überzeugen. (sp)
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