Drive-in bei Burger King in München
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Burger King will sich durch Corona auch zukünftig besonders auf einen Bereich fokussieren: Essen zum Mitnehmen.

Neuer Schwerpunkt

Burger King: Große Änderungen als Corona-Konsequenz - sie werden nicht zu übersehen sein

  • vonElisabeth Urban
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Beim Schnellrestaurant Burger King hat sich durch Corona einiges an den Bestell-Prozessen geändert - daraus will der Deutschlandchef Konsequenzen ziehen.

Hannover - Während die Sitzplätze in Restaurants und Raststätten wegen der Corona-Pandemie noch immer unbesetzt bleiben, boomt bei einigen Gastronomie-Ketten zumindest ein Geschäftszweig: Essen zum Mitnehmen findet aktuell zwangsläufig mehr Abnehmer:innen als noch vor dem Ausbruch von Covid-19. Der Fast Food-Anbieter Burger King will daraus jetzt Konsequenzen ziehen, die sich auch zukünftig auf die Ausrichtung des Unternehmens auswirken sollen.

Burger King: So verändert Corona die Fast Food-Bestellungen

Gegenüber der dpa zeigt Cornelius Everke, Deutschlandchef bei Burger King, auf, wie sich der Konsum seit dem Pandemie-Beginn 2020 verändert hat: „Der Anteil der Gäste, die unsere Drive-in-Fenster nutzen, war vor der Krise bei etwa einem Drittel. Nach dem ersten Lockdown ist das hochgegangen auf an die 50 Prozent. Viele unserer neuen Gäste, die vorher einen Drive-in-Schalter vielleicht nie genutzt hätten, sind jetzt sehr erfreut, dass es diese Möglichkeit gibt.“ Aber auch das Angebot des Lieferdienstes wurde häufiger in Anspruch genommen. Fast doppelt so viele Bestellungen wurden ausgeliefert als vor der Pandemie, berichtet Ruhr24.*

Die Bestellungen direkt an die eigene Haustür haben ebenfalls zugenommen: „Der Lieferservice hat sich fast verdoppelt und ist im zweistelligen Bereich.“ Und auch die Art, wie die Bestellungen bei Burger King eingehen, hat sich gewandelt: Statt direkt mit dem Service-Personal zu sprechen, nutzen die Kund:innen vermehrt „entweder ihr Handy oder digitale Angebote, um ihr Essen zu bestellen“ und meiden so den persönlichen Kontakt.

Burger King nach Corona: Drive-In am Stadtrand und Fokus auf Raststätten

Für Everke sind diese Veränderungen keine zeitlich beschränkten Erscheinungen, er will auch nach einer Entschärfung der Pandemie verstärkt auf das Drive-In-Geschäft setzen. Er vermutet, dass es zukünftig „immer mehr Gäste gibt, die gar nicht mehr ins Restaurant reingehen.“ Als Konsequenz daraus plane man bei Burger King bald auch eine bauliche Umstrukturierung: „Wir eröffnen jetzt das erste Restaurant mit zwei Drive-in-Schaltern“ so Everke.
Für die zahlreich geplanten neuen Filialen werde sich der Konzern passend zur To-Go-Strategie vor allem an Stadträndern ansiedeln - und auch die bereits bestehenden Partnerschaften mit Raststätten beispielsweise an Autobahnen will die zweitgrößte Fast Food-Kette Deutschlands ausbauen. (eu)

Bereits vor einigen Monaten hatte Burger King massive Veränderungen angekündigt. *ruhr24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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