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3G-Regel in Bus und Bahn: Das müssen Fahrgäste jetzt beachten

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Von: Antonio José Riether

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Die Corona-Neuregelungen sind im Bundestag beschlossen, es kommt die 3G-Pflicht im Öffentlichen Nahverkehr.
Die 3G-Pflicht im Öffentlichen Nahverkehr kommt ab Mitte der Woche. © Rolf Poss/imago-images

Bus- und Bahnfahren wird aufwendiger. Nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf mitfahren. Besonders die Kontrolle der Nachweise wird wohl nicht einfach.

Berlin - Wenn Kontrollen in öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt werden, dienen diese meist zur Überprüfung von Fahrscheinen. Im Laufe der Woche werden Fahrgäste zum Schutz vor dem Coronavirus in Bus und Bahn auch nach ihrem 3G-Nachweis gefragt. Ohne einen entsprechenden Beleg wird einem die Beförderung künftig verweigert. Die neue Regelung, die in den kommenden Tagen gültig wird, wirft viele Fragen auf.

Corona: 3G-Regelung in Bus und Bahn startet wohl am Mittwoch - große Hürden für Ungeimpfte

Ab wann die Regel in Kraft tritt, steht noch nicht fest. Derzeit geht die Bundesregierung von Mittwoch aus, abhängig ist dies von den Schritten nach der Unterzeichnung des geänderten Infektionsschutzgesetzes durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Wie es aus dem Präsidialamt heißt, sei ein Inkrafttreten nicht vor Mitte der Woche geplant.

Ungeimpfte werden alltägliche Wege, etwa zur Arbeit, Universität oder zum Einkaufen erschwert, insbesondere wenn man öffentliche Verkehrsmittel braucht, um zu einer Teststation zu gelangen. Ein Negativtest darf beim Zeitpunkt des Fahrantritts nicht mehr als 24 Stunden alt sein. Arbeitgeber müssen dafür zwei Tests pro Woche zur Verfügung stellen, auch auf einen kostenlosen „Bürgertest“ pro Woche kann weiterhin zurückgegriffen werden. Wer die Kosten für die übrigen Wochentagen trägt, ist noch offen.

Corona: Öffentliche Verkehrsmittel steigen auf 3G um - Ausnahmen für Kinder und Jugendliche

Für Kinder und Jugendliche, die zur Schule gehen sowie für Kinder unter sechs Jahren gelten Ausnahmen. Bei Schülerinnen und Schülern wird davon ausgegangen, dass sich diese den regelmäßigen Tests in den Lehranstalten unterziehen. Personen unter sechs brauchen im Nahverkehr weiterhin keine Test-, Impf- oder Genesungsnachweise.

Ein Nachweis soll - ähnlich wie bei Fahrscheinen - auf Verlangen vorgezeigt werden. Besonders die Kontrollen werden eine Herausforderung, dem Gesetz zufolge sind die Unternehmen diesbezüglich zuständig. Diese warnen nun, ihre Mitarbeiter seien keine 3G-Polizei. „Die Verkehrsunternehmen gehen daher bereits jetzt auf Polizei und Ordnungsämter vor Ort zu, damit gemeinsam effektive Stichproben durchgeführt werden können“, so der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. Dies solle „die nötige Sicherheit für unsere Kontrolleure bei der Umsetzung dieser schwierigen hoheitlichen Aufgabe“ erhöhen. In Hessen vereinbarten die hessischen Verkehrsverbünde gemeinsam mit Polizei und Ordnungsbehörden etwa stichprobenartige Kontrollen.

Corona: 3G-Regelung auch bei der Deutschen Bahn - Taxi-Branche erleichtert

Wie die Regelungen ab Mitte der Woche bei der Deutschen Bahn umgesetzt werden, ist noch nicht klar. Der Konzern Anfang der Woche bekannt, wie die Umsetzung erfolgen soll. Die Bahn zeigte sich bereits zum Zeitpunkt der Beschlüsse offen für 3G, flächendeckende Kontrollen sind jedoch nicht zu erwarten.

Die Taxi-Branche ist von der Zugangsbeschränkung für Fahrgäste nicht betroffen, die Fahrer müssen somit keine Zertifikate oder Corona-Tests prüfen. Allerdings gelte für die Fahrer weiterhin 3G, bekräftigt Thomas Oppermann, Präsident des Bundesverbands Taxi und Mietwagen. Nach wie vor gilt auch eine Maskenpflicht im Taxi. (ajr)

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