Sonderregeln

Corona: Neue Regeln für Geimpfte und Genesene beim Shopping - das sollten sie jetzt wissen

  • VonJulia Schöneseiffen
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Die neuen Sonderregeln für Genesene und vollständig Geimpfte bringen erneut Änderungen für das Einkaufen mit sich. Alles was Sie wissen müssen.

München - Seit Sonntag gelten die Sonderregeln für Genesene und Geimpfte. In Bayern gelten die neuesten Corona-Verordnungen bereits seit Donnerstag 6. Mai 2021. Damit einhergehend kommt es zu Änderungen beim Einkaufen. Neu ist: Vollständig Geimpfte oder nach einer Corona-Infektion Genesene dürfen ab sofort direkt vor Ort in den Geschäften einkaufen gehen - und zwar ohne Test. Das kann etwa ein Friseurbesuch, oder ein Einkauf im Rahmen von Click & Meet sein.

Unter vollständig Geimpfte fallen Personen, die sowohl die Erst- als auch die Zweitimpfung vor mindestens 14 Tagen erhalten haben. Als Genesener gilt, wer vor mindestens 28 Tagen von Covid-19 genesen ist. Wenn die Erkrankung länger als sechs Monate zurückliegt, gilt man nicht mehr als genesen.

Die Kundenbeschränkung in den Läden, die Abstandsregeln und die Maskenpflicht bleiben aber weiterhin bestehen. Somit wird wahrscheinlich auch die Terminpflicht nicht aufgehoben werden. Durch sie sollen lange Wartezeiten und Schlangen, verursacht durch die Kundenbeschränkung, verhindert werden.

Welche Dokumente brauche ich als Geimpfter oder Genesener?

Um als Genesener uneingeschränkt vor Ort shoppen zu dürfen, braucht es einen positiven PCR-Test oder ein offizielles Dokument der Gesundheitsbehörde, welches belegt wann die Covid-19-Infektion vorlag. Beide Dokumente sind sechs Monate ab Positiv-Testung gültig. Nach Ablauf des halben Jahres brauchen die bis dato geltenden genesenen Personen mindestens eine Impfung.

Vollständig Geimpfte benötigen ihren Impfpass oder den digitalen Nachweis. Personen, die bereits eine Corona-Erkrankung hinter sich haben, werden in der Regel nur einmal geimpft. Daher wird in diesem Falle entweder der digitale Nachweis benötigt oder der Impfpass plus den PCR-Test. Denn im Impfpass ist die Covid-19-Infektion nicht vermerkt und daher nicht ersichtlich, dass trotz einer Impfung der Schutz ausreichend gewährleistet ist. Geschäfte würden solche Personen folglich als nicht vollständig geimpft einstufen.

Da auf Impfpass, PCR-Test oder anderen Nachweisen keine Fotos der Person enthalten sind, könnten Läden Ausweisdokumente zur Legitimation verlangen. Dadurch können Mitarbeiter die Daten der Dokumente mit denen des Ausweises abgleichen. Im Sommer soll dann ein digitaler Impfpass kommen. Die Pläne für einen solchen digitalen Impfpass in Deutschland werden konkreter. 

Negative Tests erlauben das Shopping für Alle: Was es zu beachten gibt

Für Verbraucher, die noch auf ihre Impfung warten, heißt es geduldig sein. Sie brauchen weiterhin einen negativen Test, wenn sie einkaufen wollen. Dies gilt nicht für von der Corona-Notbremse ausgenommene Läden wie Supermärkte oder Apotheken. Der negative Test kann selbst mitgebracht werden und vor Ort durchgeführt werden. Außerdem kann man sich weiterhin in einem Testzentrum, einer Apotheke oder beim Arzt testen lassen. Bei einem Test vor Ort gilt es zu beachten, dass dieser nur für den entsprechenden Laden gültig ist. Tests von der Apotheke, vom Arzt oder vom Testzentrum hingegen erlauben das Shoppen 24 Stunden lang, unabhängig vom Geschäft.

Noch ist für viele Händler unklar, wie sie Impfpässe, PCR-Tests und Schnelltest an der Ladentüre prüfen sollen. Möglicherweise wird es zu gesonderten Eingängen für Genesene und vollständig Geimpfte kommen. Stefan Hertel, Pressesprecher beim Handelsverband Deutschland erklärte gegenüber focus.de, dass es „klare und deutliche Regelungen“ von der Politik brauche. „Grauzonen und Missverständnisse müssen unbedingt vermieden werden, ansonsten drohen den Händlern zahlreiche Konflikte an den Ladentüren.“ Ab dem heutigen Montag gelten in Bayern neue Corona-Regeln. (jsch)

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/Wolfgang Kumm/dpa

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