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Mehr als nur Impfnachweis: Diese versteckten Funktionen haben CovPass und die Corona-Warn-App

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Corona-Warn-App.
Die Corona-Warn-App und die CovPass-App können mehr als nur den Impfnachweis anzeigen. (Symbolbild) © Felix Schlikis/ Imago

Die Corona-Apps des Robert Koch-Instituts gehören zu den meistgenutzten Apps in Deutschland. Doch einige versteckte Funktionen sind noch unbekannt.

München - 2020 entwickelte das Robert Koch-Institut die Corona-Warn-App zur Nachverfolgung der Kontakte. Nach zwei Jahren Corona-Pandemie gehört sie zu den meistgenutzten Apps in Deutschland. Und: Die App hat noch weitere Funktionen, wie Check-ins, Testzertifikate und den digitalen Impfnachweis. Doch Corona-Warn und die CovPass-App haben noch andere versteckte Features, die vielen gar nicht bekannt sind.

Versteckte Funktionen in Corona-Warn-App und CovPass: Impfzertifikate für Familienmitglieder

In der Bahn, beim Einkaufen oder im Restaurant: Fast überall wird der Impfnachweis mittlerweile gebraucht. Doch wenn der Handy-Akku leer ist, können Verbraucher nicht auf den digitalen Nachweis zurückgreifen. Dafür bieten beide Apps eine Notlösung: In der CovPass-App lässt sich der Nachweis ganz einfach als PDF abspeichern und ausdrucken. Auch in der Corona-Warn-App können sich Nutzer die Druckversion als PDF anzeigen lassen.

Damit Kinder, die noch kein eigenes Smartphone besitzen, nicht immer den ausgedruckten Impfnachweis mit sich führen müssen, gibt es die Funktion für Eltern, weitere Zertifikate in die App hinzuzufügen. Dafür wird ebenfalls ein entsprechender QR-Code benötigt, der in der CovPass-App über das Plus-Symbol gespeichert werden kann. Auch in der Corona-Warn-App gibt es die Möglichkeit, Zertifikate von Familienmitgliedern abzuspeichern.

Corona-Apps: Gültigkeit von Reisen prüfen

Für Reisen ins Ausland ist eine Impfung oder Genesung meist notwendig. Doch zu recherchieren, welche Regeln wo gelten, kann aufwändig und verwirrend sein. Die Apps des Robert-Koch-Instituts können diesen Prozess erleichtern: Unter „Gültigkeit prüfen“ können Nutzerinnen und Nutzer vor einer Reise prüfen, ob ihr Nachweis im jeweiligen Land gültig ist. Dazu müssen Reiseziel und Einreisedatum angegeben werden.

Allerdings sollten Urlauber beachten, dass sich die Einreiseregeln kurzfristig ändern können. Das RKI empfiehlt deshalb, das Zertifikat kurz vor der Einreise nochmals zu prüfen - Maximal 48 Stunden vor der Einreise. Auf die Gültigkeit können sich Nutzer allerdings nicht zu hundert Prozent verlassen: In einzelnen Regionen können unterschiedliche Regeln oder Einschränkungen gelten, die von den Apps nicht erkannt werden.

Wird Luca überflüssig? Corona-Warn-App kann jetzt auch Luca-Codes scannen

Bisher wurden beim Einchecken in Restaurants oder Ämtern meist QR-Codes der Luca-App verwendet. Viele Verbraucher hatten deshalb gleich zwei Corona-Apps auf dem Smartphone. Das ist jetzt nicht mehr notwendig: Wie die Bundesregierung informiert, kann die Corona-Warn-App nun auch QR-Codes scannen, die mit Luca ausgestellt wurden. Andersherum ist das bisher allerdings noch nicht möglich.

Die Funktion soll es Betreibern erleichtern, nicht mehr für jede App einen einzelnen Code erstellen zu müssen. Künftig können sich also auch Nutzer auf Events registrieren, die nicht die Luca-App nutzen. Diese Möglichkeit gilt aber nur für Codes, die nach dem 25. Mai 2021 erstellt wurden.

„An der Funktionsweise und den hohen Datenschutzstandards der Corona-Warn-App ändert sich dadurch nichts“, heißt es auf der Website der Bundesregierung. Personenbezogene Daten werden weiterhin nicht erfasst oder an Dritte weitergegeben. Für viele Nutzer eine gute Nachricht, denn die Luca-App stand wegen des Datenschutzes bereits mehrfach in der Kritik.

Neue Funktion für Corona-Warn-App: Warnfunktion für Events

Ein weiterer Vorteil, der sich daraus ergibt: Waren Besucher mit der Corona-Warn-App eingecheckt, können Veranstalter sie vor einer möglichen Risikobegegnung warnen. Wurde eine Person positiv getestet, wird eine Transaktionsnummer ausgestellt, die es dem Veranstalter ermöglicht, eine Warnung an alle Personen zu schicken, die an dem Event teilnahmen. Eine weitere neue Funktion erleichtert jetzt auch den Check-in für Betreiber: Die App kann den Status des App-Nutzers anzeigen. (sf)

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