Schild einer Fahrschule auf Autodach
+
Fahrschulen dürfen in vielen Bundesländern ab heute wieder unterrichten

Neue Regelungen gelten nur für manche Bundesländer

Führerschein in der Corona-Krise: In Deutschland öffnen Fahrschulen wieder - jedoch nicht überall

  • Josef Forster
    vonJosef Forster
    schließen

Nachdem die Fahrschulen im vergangenen Dezember ihre Dienste coronabedingt einstellten, kann es ab dem 1. März wieder losgehen - jedoch nur in einigen Bundesländern.

München - Die letzte Fahrstunde liegt bei den meisten Fahrschüler:innen lange zurück. In der Vorweihnachtszeit schlossen die Fahrschulen vorerst, das Infektionsrisiko innerhalb des Autos war nach Ansicht der politischen Entscheidungsträger:innen zu hoch. Seit 22. Februar bieten zumindest die Fahrschulen in Bayern ihre Dienste wieder an. Dazu müssen Schüler:innen und Fahrlehrer:innen FFP2-Masken tragen, ein Hygienekonzept der jeweiligen Fahrschule muss vorliegen. Unter den strengen Hygienevorschriften durften die Fahrschüler:innen ihre Prüfung ablegen. Mit den Lockerungen ab 1. März stieg die Hoffnung der Fahrschüler:innen und Fahrschulen, zum Regelbetrieb zurückkehren zu dürfen. Doch die Corona-Regelungen unterschieden sich von Bundesland zu Bundesland massiv.

Corona-Krise zwang Fahrschulen zur Schließung, jetzt öffnen sie schrittweise

Die bayerische Landesregierung war eine der ersten, die den Regelbetrieb der Fahrschulen im Februar erlaubte. Bisher waren beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen die Fahrschulen nur für Schüler:innen geöffnet, die den Führerschein für ihren Beruf benötigten. Dazu gehören Angehörige von Hilfsorganisationen sowie für Bus- und Lastwagenfahrer, wie die dpa berichtete. Neben Bayern öffnet ab 1. März auch Rheinland-Pfalz die Fahrschulen.

Mit unserem brandneuen Verbraucher-Newsletter bleiben Sie immer auf dem neusten Stand in Sachen Verbraucherinformationen und Produktrückrufe.

Die Regelungen in den Bundesländern bleiben so verschieden wie verwirrend: Fahrschulen in Baden-Württemberg dürfen nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes (VGH) vom 1. März an wieder reguläre Fahrschüler aufnehmen, Hamburg muss jedoch weiterhin auf Lockerungen warten. In Sachsen-Anhalt hingegen ist es Fahrschulen erlaubt, den Unterricht in Kleingruppen von maximal fünf Personen wiederaufzunehmen, so die dpa.

Corona-Lockdown: ADAC empfiehlt, sich bei Fahrschule vor Ort zu informieren

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) empfiehlt den Fahrschüler:innen auf seiner Website, mit ihrer Fahrschule vor Ort Kontakt aufzunehmen. Besonders für Fragen zur praktischen und theoretischen Prüfung sei dies sinnvoll, schreibt der ADAC. Für Fahrschüler:innen außerdem wichtig: Durch den Corona-Lockdown verlängern sich in machen Bundesländern die Fristen, in denen die Prüfungen abgelegt werden müssen. Für gewöhnlich haben die Führerschein-Anwärter:innen ein Jahr Zeit, um nach der Theorieprüfung den Praxistest zu bestehen.

Da während des Lockdowns die Fahrschulen geschlossen waren, sollte eigentlich eine bundesweite Fristverlängerung um ein halbes Jahr beschlossen werden. Die Einigung fand nach Informationen des ADAC nicht statt, sodass Fahrschüler:innen sich bei der „örtlichen Fahrerlaubnisbehörde oder dem jeweiligen Landesverkehrsministerium“ erkundigen sollten. Fahrschüler:innen in Bayern haben seit dem 22. Februar Gewissheit: Unter Hygieneauflagen dürfen sie ihren Führerschein machen. Vielen anderen Fahrschüler:innen in Deutschland bleibt dies zurzeit verwehrt. (jjf/dpa)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare