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Einzelhändler: Keine Maskenpflicht in Eigenregie - Deutscher Handelsverband ohne Empfehlung

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Von: Anna Lorenz

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Eine Kassierer in einem Lebensmittelgeschäft, umgeben von Waren, zahlt dem Kunden Geld aus, sie trägt eine Maske.
Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes lässt auf beiden Seiten der Plexiglasscheibe die Maskenpflicht in Supermärkten entfallen. © Anton Novoderezhkin ITAR-TAS/imago

„Freedom Day“ light: Ab 2. April 2022 fällt in Deutschland die Maskenpflicht in großen Teilen des öffentlichen Lebens. Wie es im Handel bezüglich FFP2 und Co. weitergeht, ist noch völlig offen.

Berlin - Die Corona-Pandemie spaltet seit über zwei Jahren die Gemüter. Während die einen mittlerweile mit Vehemenz den lang ersehnten „Freedom Day“ fordern, weisst Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach darauf hin, dass das Ende der Pandemie noch nicht in Sicht sei. Bis, so der Epidemiologe, eine allgemeine Impfpflicht nicht durchgesetzt sein, wären Schutzmaßnahmen umumgänglich.

Dennoch sind bayernweit erste Lockerungen bereits in Kraft. beispielsweise entfallen die Vorgaben zu Kapazitäts- und Personenobergrenzen. Was aber bis zum 2.April 2022 bleibt, ist die Maskenpflicht, die vor allem beim Einkauf von Lebensmitteln, Drogerieartikeln und Co. den Alltag prägt. Was in dieser Übergangsphase genau gilt, zeigt nachfolgendes Video:

Umfrage ergibt: Deutscher Einzelhandel will keine Maskenpflicht in Eigenregie

Entfällt aber mit dem 2. April 2022 die gesetzliche Verpflichtung zur Maske, bedeutet dies nicht automatisch, dass Besuche bei Rewe, Aldi und Co. ohne Mund-Nasen-Bedeckung möglich sind. Das Hausrecht überlässt den Einzelhändlern selbst die Entscheidung, inwieweit sie auf Schutzmaßnahmen setzen wollen.

Die Nahaufnahme zeigt einen Zettel mit Bitte um das Tragen einer FFP2-Maske an einer Geschäftsscheibe, in der sich das Stadtgeschehen spiegelt.
Ab 2. April 2022 müssen Einzelhändler selbst entscheiden, inwieweit sie die Maskenpflicht beibehalten. © Jan Huebner Blatterspiel/imago

Wie nun laut AFP jedoch eine Umfrage der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Mittwochsausgaben) unter den großen Supermarktketten und Verbänden ergab, wollen die Händler diese Option nicht flächendeckend wahrnehmen. Eine generalisierte Maskenpflicht in Eigenregie scheidet nach momentanem Zwischenstand damit aus. „Die Maske gehört für viele Kunden inzwischen zum Alltag, eine Pflicht ist aber keine dauerhafte Lösung“, erklärt hierzu der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, gegenüber dem RND.

Maskenpflicht im Einzelhandel - Deutscher Handelsverband ohne Empfehlung

„Wann der Zeitpunkt für den Wegfall der Maskenpflicht gekommen ist, müssen die Expertinnen und Experten aus der Medizin einschätzen“, heißt es beim Handelsverband Deutschland weiter, der damit klar auf eine eigene Positionierung in der Debatte verzichtet - ganz im Gegensatz zum Bayerischen Handelsverband, der deutliche Worte für das Masken-Aus fand.

Auch diverse Supermarkt- und Discounterketten halten sich zunächst bedeckt. Man wolle unter anderem „die politische Diskussion [...] abwarten“, so beispielsweise Aldi-Nord gegenüber dem RND. Aus den Reihen von Lidl und Kaufland, sowie Rewe wird grundsätzlich auf das Gesetz verwiesen. „Wir setzen die von den Behörden gemachten Anordnungen gewissenhaft um“, ließ Rewe verlauten. Die Edeka-Gruppe gab zu bedenken, dass die inhabergeführten Filialen „eigenständig über alle Maßnahmen in ihren Märkten“ entscheiden könnten - eine generelle Vorgabe bleibt somit aus. Wie sich das auf die aktuellen Zahlen des RKI auswirken wird, bleibt abzuwarten. (askl)

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