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2G bei Banken? Das gilt bei der Sparkasse

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Von: Verena Möckl

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2G betrifft bisher bundesweit die Gastronomie, Freizeitaktivitäten und bestimmte Einzelhändler. Nun verlangen auch die ersten Banken Impfnachweise. Das gilt bei der Sparkasse.

München - Vielerorts haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Friseuren, Gastronomie, Kultur-, Freizeit- und Sportveranstaltungen. Auch das Einkaufen in bestimmten Geschäften geht nur noch, wenn ein Impf- oder Genesungsnachweis vorliegt. In einigen Bundesländern gilt diese Regel nun auch für Banken, etwa die Sparkasse.

2G bei der Sparkasse? Impfnachweise für Beratungsgespräch in Berliner Sparkasse

Wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband auf Nachfrage mitteilte, gelte in Sparkassen bundesweit keine 2G-Regel. Die Berliner Sparkasse gab allerdings vor einer Woche auf Twitter bekannt, dass ab sofort in Berliner Sparkassen die 2G-Regelung gelte. Dies betrifft allerdings nur persönliche Beratungsgespräche.

Die Berliner Sparkasse macht damit von ihrem Hausrecht Gebrauch. „Die Geldautomaten und SB-Standorte stehen wie gewohnt zur Verfügung. Unsere SB-Bereiche, Kassen und Servicebereiche sind von der 2G-Regel ausgenommen“, heißt es auf der Homepage der Berliner Sparkasse.

Deutschlandweit 3G-Regel für Beratungsgespräche in Sparkassen - Ausnahme: Berlin

Für die 369 weiteren Sparkassen in Deutschland gilt auch bei Beratungsgesprächen die 3G-Regel, betont Wiebke Schwarze, Sprecherin des Deutschen Sparkassenverbandes. Sparkassen-Kunden müssen also - außer in Berlin und je nachdem, welche Filiale von ihrem Hausrecht Gebrauch macht - keinen Impfnachweis vorlegen.

Kunden der Sparkasse haben auch die Möglichkeit, ihr Beratungsgespräch virtuell oder telefonisch abzuhalten. Falls eine Unterschrift notwendig ist, werden die Verträge auf dem Postweg zugestellt. Die Unterschrift erfolgt im Normalfall per Post-Ident-Verfahren.

Bayern: Keine 2G-Regel für Beratungsgespräche bei Sparkassen

Wir müssen einen Spagat zwischen dem Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter und dem Interesse unserer Kunden schaffen.

Pressesprecherin Sparkassenverband Bayern Sabine Gegg

Auch im Freistaat Bayern verzichten die Sparkassen auf die 2G-Regelung. Das teilte die Pressesprecherin des bayerischen Sparkassenverbandes Sabine Gegg auf Nachfrage mit. Da Banken einen öffentlichen Auftrag haben, sei er schwierig, ungeimpfte Menschen auszugrenzen. „Wir müssen einen Spagat zwischen dem Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter und dem Interesse unserer Kunden schaffen“, so Gegg. Die Einführung einer solchen Regel sei in nächster Zeit nicht in Planung.

Bei der Berliner Sparkasse gilt seit vergangener Woche bei Beratungsgesprächen die 2G-Regel.
Bei der Berliner Sparkasse gilt seit vergangener Woche bei Beratungsgesprächen die 2G-Regel. © Julian Stratenschulte/dpa

In diesen Bereichen des Alltags gilt die 2G-Regel nicht

Banken sind bisher von der 2G-Regel ausgenommen, da sie zu den Grundversorgern gehören. Genauso wie Postfilialen, Tankstellen, Drogerie-Märkte, Kiosk-Betriebe, Reformhäuser, Bäckereien, Metzgereien, Schneidereien, Waschsalons und Reinigungen, Blumenläden sowie Optiker, Hörgerätfilialen, Apotheken und Sanitätshäuser. Auch wenn die Geschäfte des täglichen Bedarfs keine Nachweise verlangen müssen, können sie über das Hausrecht die 2G-Regel trotzdem geltend machen.

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