Zwei Pfeiler der Strategie

Corona-Selbsttest und Schnelltest das Gleiche? Es gibt einen gravierenden Unterschied

  • Patrick Freiwah
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Klingt ähnlich, ist aber nicht das gleiche: Schnelltest und Selbsttest sind zwei unterschiedliche Anwendungen. Wir erläutern den Unterschied der Corona-Testprozedur.

München/Berlin - Während die Bundesregierung kostenlose Schnelltest-Verfahren für alle Bürger vorantreibt, nehmen Discounter, Drogeriemärkte und Co. schon Selbsttests in ihr Angebot auf. Das läuft bislang ebenfalls noch nicht rund - Aldi und Lidl hatten am ersten Tag der aufsehenerregenden Sortimentserweiterung Probleme, weil entweder die Kapazitäten vergriffen waren oder die Website zusammenbrach.

Die Doppeltest-“Offensive“ ist ein wichtiger Schritt im Kampf um eine weitere Eindämmung der Sars-CoV-2-Pandemie in Deutschland - so zumindest die Hoffnung des Bundes und der Länder. Wichtig dabei: Bei Corona-Schnelltests und -Selbsttests handelt es sich nicht um das Gleiche. Es gibt einen triftigen Grund, warum die beiden Begriffe parallel durch die Informationslandschaft geistern:

Corona-Schnelltest oder Selbsttest: Ein kleiner, aber feiner Unterschied

Schnelltests sollen in Kürze einmal pro Woche von jedem Bürger kostenlos genutzt werden können. Anlaufstation hierfür sind Arztpraxen, Testzentren und Apotheken, so der ambitionierte Plan der Bundesregierung, der zumindest am 8. März, dem Start der neuen Corona-Öffnungsstrategie, noch nicht realisiert werden konnte. Bei einem Corona-Schnelltest nimmt geschultes Personal einen Abstrich aus Rachen oder Nase der zu testenden Person. Die Speichelprobe kommt auf einen Streifen, der in einem Zeitraum zwischen 15 und 20 Minuten mit einer Verfärbung reagiert.

Junge Frau mit Thermometer: So leicht lässt sich Sars-CoV-2 (leider) nicht nachweisen.

Corona-Selbsttest: Keine geschulte Person am Werk - Entnahme nur durch die Nase

Selbsttests funktionieren zwar ähnlich wie die Schnelltests. Der Unterschied: Bei dieser Prozedur erfolgt der Abstrich nicht durch eine geschulte Person, stattdessen wird der Corona-Test selbst durchgeführt. Darüber hinaus gibt es einen weiteren Unterschied: Die Probe muss zuhause lediglich aus dem vorderen Nasenbereich entnommen werden. Außerdem ist diese Art von Test bislang nur für den Nasenbereich zugelassen, nicht jedoch für den Rachen.

Selbsttests sollen in Alltagssituationen mehr Sicherheit erzeugen, speziell im Hinblick auf den Kontakt mit immunschwachen Personengruppen. Essentiell ist natürlich die Beachtung der beigefügten Gebrauchshinweise. Mittelfristig sollen als weitere Testoptionen ein Gurgel- und Spucktest zur Erkennung von Sars-CoV-2-Viren hinzukommen. Was ein Schnelltest und ein Selbsttest jedoch gemeinsam haben: Ein positives Testergebnis muss im Anschluss durch einen PCR-Test überprüft werden.

Unterdessen herrscht zum Start der Schnelltest-Kampagne in Bayern das reinste Chaos. (PF)

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