Online-Händler reagiert auf Krise

Coronavirus: Amazon mit folgenreicher Änderung - Kunden drohen lange Lieferzeiten

Auch der Online-Händler Amazon ist vom Coronavirus betroffen. Viele Menschen bestellen Produkte von zu Hause aus. Jetzt reagiert der Konzern auf die hohe Nachfrage.

  • Amazon erlebt derzeit eine hohe Nachfrage an Bestellungen
  • Der Online-Händler reagiert mit einer Priorisierung
  • Einige Kunden müssen jetzt auf ihre Produkte warten

Update vom 31. März, 11:32 Uhr: Amazon geht noch einen weiteren Schritt auf seine Kunden zu. Aufgrund der Corona-Krise gibt es jetzt sogar eine geänderte Rückgabefrist. „Sie haben so mehr Zeit, Artikel an uns zurückzusenden“, verkündet der Online-Händler in seinen Rückgaberichtlinien. 

Es können so die meisten Produkte, die zwischen dem 15. Februar und dem 30. April bei Amazon bestellt wurden, bis zum 31. Mai 2020 zurückgesendet werden. Auch Bestellungen bei Verkaufspartnern sind eingeschlossen. 

Zudem teilt Amazon mit, dass sich die Bearbeitung von Erstattungen bis zu 14 Tage hinziehen kann. Dies sei der „sich kontinuierlich ändernden Situation“ durch das Coronavirus geschuldet. 

Amazon: Lange Wartezeiten für Kunden 

Unser Artikel vom 26. März 2020:

München - Der Online-Händler Amazon erlebt gerade eine hohe Nachfrage nach seinen Produkten. Bei Ausgangssperren und Abstandsregelungen ist dieBestellung am Computer gerade sehr beliebt. Doch die erhöhte Nachfrage stellt Amazon vor Probleme*. Besonders Waren, die auch bei Supermärkten wie Aldi und Rewe zurzeit ausverkauft sind, werden online nachgefragt. 

Hygieneartikel, Lebensmittel oder Produkte für den Haushalt sind überdurchschnittlich beliebt. Deshalb möchte Amazon diese jetzt priorisieren. Allerdings müssen andere Verbraucher dadurch etwas zurückstecken. 

Coronavirus: Erhöhte Nachfrage bei Online-Händler Amazon

Um den Ansturm auf bestimme Artikel in den Griff zu bekommen, erhöhen sich Lieferzeiten von Produkten, die nicht unter diese Priorisierung fallen. Das bedeutet: Auch für Amazon-Prime-Kunden kann es jetzt schon einmal etwas länger dauern, bis das gewünschte Produkt vor der Tür liegt. Wie chip.de berichtet, kann dies bis zu einen Monat Lieferzeit bedeuten. 

Produkte, die jetzt besonders schnell zum Kunden gelangen sollen, sind Hygieneartikel, Lebensmittel, Babyprodukte, Haushaltsprodukte und auch Haustierbedarf. 

In einem Post auf Instagram erklärt Amazon, dass diese Maßnahmen zum Schutz der Kunden eingeführt wurden. Denn auch der Online-Händler beobachte die Entwicklung der Corona-Krise* ständig. Zudem will Amazon sein Lager im Auge behalten und verhindern, dass es zu Preissteigerungen aufgrund der Krise kommt. 

Coronavirus: Amazon beobachtet Entwicklung der Krise

Sollte es bei einem Produkt zu längeren Lieferzeiten kommen, weist Amazon entsprechend daraufhin. Eine Meldung klärt den Kunden über das Lieferdatum auf. 

Doch gibt es bald vielleicht gar keine Lieferungen mehr von Amazon? Ein Gerichtsurteil könnte Sorgen machen.

Nicht nur Amazon muss auf eine erhöhte Nachfrage reagieren. Supermärkte und Lebensmittelproduzenten sind ebenfalls von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Hamsterkäufe sorgen zudem für leere Regale in Supermärkten. 

Besonders die Mitarbeiter von Discountern sind derzeit überlastet. Deshalb reagieren Rewe und Aldi mit einer Überraschung* für ihre Angestellten. 

Corona und Klopapier: Rewe-Kunde hält Anblick fest, den es eigentlich doppelt nicht geben kann

Die Corona-Krise bringt viele schlimme Nachrichten hervor. Aber auch skurrile Begebenheiten. Ein Aushang aus Berlin sorgt für Schmunzeln.

mak

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks. 

Rubriklistenbild: © dpa / Ina Fassbender

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