Das Symbol der Corona Warn-App auf einem Smartphone.
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Die Corona-Warn-App ist nun mit einem neuen Update ausgestattet, das entscheidend zur Eindämmung der Pandemie beitragen soll.

Kampf gegen das Coronavirus

Neue Funktion in der Corona-Warn-App - sie könnte einen entscheidenden Einfluss auf die Pandemie haben

  • vonAstrid Theil
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Die Corona-Warn-App hat einige neue Updates erhalten. Besonders wichtig ist das Kontakttagebuch, welches bereits von Virologen im Herbst empfohlen wurde.

  • Die Corona-Warn-App begleitet zahlreiche Menschen seit ihrer Einführung im Frühjahr 2020.
  • Seit damals wurde sie immer wieder erneuert und verbessert.
  • Nun wurde eine Kontakttagebuch-Funktion eingeführt, die das Infektionsgeschehen maßgeblich positiv beeinflussen soll.

Berlin - Die Corona-Warn-App wurde seit ihrem Bestehen reichlich kritisiert. Dennoch ist sie nach wie vor einer der wichtigsten Bestandteile der Pandemie-Bekämpfung. Sie hilft nämlich Infektionsketten zu unterbrechen und trägt damit entscheidend dazu bei, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Dementsprechend wurde die Weiterentwicklung der App seit ihrer Einführung im Frühjahr 2020 immer wieder durch die Bundesregierung vorangetrieben. So hatte sie erst vor einigen Wochen mit einem Maßnahmenpaket weitere Updates mit neuen Funktionen für die Corona-Warn-App angekündigt. Ziel ist es, noch mehr Menschen dazu zu bewegen, sich die App runterzuladen und zu nutzen. Eine Neuheit ist die Kontakttagebuch-Funktion für die jeweils letzten 14 Tage, mit deren Hilfe erfasst werden kann, wo man sich aufgehalten hat und welchen Personen man begegnet ist.

Corona-Warn-App mit neuen Funktionen: Von Virologen empfohlen

Mit der nun veröffentlichten Version 1.10.x haben die App-Betreiber das Kontakttagebuch in die Corona-Warn-App eingefügt. Bereits früh gab es Stimmen, die dafür plädierten, ein Kontakttagebuch zu führen. Dies schlug zum Beispiel der Virologe Christian Drosten im Oktober vor. In einem solchen Tagebuch lassen sich täglich alle Kontakte und besuchten Orte aufschreiben und im Falle einer Infektion an das Gesundheitsamt weiterleiten. Auf diese Weise können wichtige Informationen schneller übermittelt und die Wahrscheinlichkeit, dass man doch einen Kontakt vergisst, minimiert werden.

Auf dem Startbildschirm der Corona-Warn-App wurde nun auch das passende Widget ergänzt. Dieses befindet sich unterhalb des bereits existierenden Test-Widgets und trägt den Titel „Kontakt-Tagebuch“. Um mit einem Tagebuch zu starten, bedarf es nur eines Klicks auf den Button „Tagebuch führen“. Man wird dann auf eine Übersicht der letzten 14 Tage weitergeleitet, in der alle Kontakte und Orte in einer Liste angezeigt werden. Über einen Button am rechten oberen Rand können alle Einträge direkt exportiert werden. So kann in kürzester Zeit eine Liste für das Gesundheitsamt beziehungsweise das Contact-Tracing-Team bereitgestellt werden.

Neues Update der Corona-Warn-App: Kontakttagebuch soll Infektionsgeschehen eindämmen

Eine Begegnung mit einem Kontakt oder der Besuch eines Ortes kann im Kontakttagebuch ganz einfach eingetragen werden, indem das jeweilige Datum angeklickt und dann das gewünschte Tab (Person oder Ort) ausgewählt wird. Über den Button „Person bzw. Ort hinzufügen“ lassen sich dann neue Personen und Orte im Tagebuch hinzufügen. Bereits erstellte Personen und Orte bleiben in der Liste gespeichert und können so auch bei anderen Tagen direkt ausgewählt werden. Das spart etwas Zeit, da immer nur neue Kontakte und Ort erstellt werden müssen und regelmäßige Personen und Orte bereits vorhanden sind.

Auch beim neuen Update stand Datenschutz an erster Stelle. Die Daten werden nur auf dem eigenen Smartphone gespeichert und auf keinen Server erfasst. Darüber hinaus erfolgt eine automatische Löschung der eingetragenen Kontakte und Orte nach etwa zwei Wochen. Es können aber auch über den Button am rechten oberen Rand in der Übersicht des Tagebuchs alle Personen und Orte löschen.

Neuerung der Corona-Warn-App: Einige müssen sich noch gedulden

Das neue Update ist bereits für Apple-Nutzer zugänglich. Bei Android-Nutzern kann es unter Umständen noch ein bisschen dauern, bis die aktualisierte App heruntergeladen werden kann. Das gestaffelte Release ist intendiert. Wie das RKI mitteilte, werde die App den Nutzern gestaffelt zur Verfügung gestellt, weil auf diese Weise auftretende Unregelmäßigkeiten in der Funktionalität sofort behoben werden könnten. (at)

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