Mitarbeiter: „Echt schlimm!“

Viele Kunden machen im Supermarkt großen Corona-Fehler, ohne es zu merken

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Auch schon mal gemacht? Erste Schilder weisen nun auf einen großen Coronavirus-Fehler hin, der vielen im Supermarkt unterläuft, ohne es zu merken. Mitarbeiter erklären das Ausmaß.

  • Coronavirus-Hinweise in Supermärkten haben Konjunktur.
  • Einer, der jetzt entdeckt wurde, sorgt zuerst für Irritation.
  • Doch er weist auf einen großen Fehler hin, den viele unbemerkt machen.
  • Mitarbeiter erklären das wahre Ausmaß,

Update vom 11. Mai 2020: Die Unart, sich den Pfandbon beim Einkaufen etwa an der Kasse ohne es zu merken zwischen die Lippen zu klemmen - sie ist wohl verbreiteter als viele meinen. Schon vor einigen Wochen hatten sich offenbar mehrere Mitarbeiter von Discounter- und Supermarkt-Ketten an chip.de gewandt. 

„Ihr solltet über die Kunden berichten, die an der Kasse den Pfandbon zwischen die Zähne klemmen. Das machen leider viele und hilft uns nicht“, schrieb eine Mitarbeiterin an das Portal.

Corona-Fehler in Supermarkt: Pfandbon im Mund - „Es ist echt schlimm“

Ein Edeka-Mitarbeiter meint: „Es ist echt schlimm, wie manche den Pfandbon im Mund halten, während wir die Ware scannen. Und dann sollen wir diesen annehmen. Das ist falsch.“ Und ein Lidl-Angestellter appelliert: „Es geht um unsere Gesundheit.“ Er habe sogar schon Kunden gesagt, dass er den Bon nicht annehme.

Schließlich dürften schon alle von Tröpfcheninfektionen gehört haben. Die Gefahr besteht natürlich auch, wenn sich Menschen die Finger anlecken, um Geldscheine aus dem Portemonnaie zu greifen. Auch das ist laut Angestellten weit verbreitet. Und beides sollte unterlassen werden.

Großer Corona-Fehler in Supermarkt: Viele machen ihn, ohne es zu bemerken - Jetzt gibt es wohl erste Schilder

Unser Artikel vom 9. Mai 2020:

Berlin - Der Klopapier-Engpass in der Corona-Krise* ist wohl überwiegend überwunden. Doch das heißt nicht, dass es ein Ende hat mit ungewöhnlichen Zetteln in Einkaufsmärkten. Ein weiterer sorgt nun bei den Fans der Instagram-Seite „Notes Of Berlin“ für große Verwunderung. Entdeckt worden sei der Hinweis in Berlin an der Friedrichstraße. In welchem Supermarkt genau, ist nicht angegeben.

„Bitte aus hygienischen Gründen die Pfandbons nicht in den Mund nehmen“, ist dort zu lesen. „Wir danken für Ihr Verständnis.“ 

Der erste Impuls ist bei vielen Instagram-Followern: Irritation! Jetzt wird auch noch das verboten.

Berlin/Coronavirus-Fehler im Supermarkt: Viele schlabbern Pfandbon an

Bei genauerem Nachdenken aber ergibt das Schild aus Berlin durchaus Sinn. So mancher dürfte sich angewöhnt haben, sich Pfandzettel zwischen die Lippen zu klemmen, um eventuell die restlichen Habseligkeiten zu sortieren. Und das sollte man in Corona-Zeiten* nun wirklich nicht machen. „Klingt echt seltsam, aber ich glaub das geht an Leute, die die Hände voll haben und den vielleicht auch nur eine Sekunde in die Lippen klemmen“, unkt eine Nutzerin.

Und tatsächlich fühlen sich viele ertappt.  „Ach Misto, das machte ich wirklich oft, um die nicht zu vergessen“, schreibt etwa eine Userin. „Haha ich dachte schon, ich sei allein“, meint ein anderer. Und noch jemand schreibt: „Ich auch, aber das ist mir erst jetzt bewusst geworden.“

Berlin/Coronavirus-Zettel in Supermarkt sorgt aber auch für Scherze

Ein paar Scherze erntet das Foto jedenfalls allemal: „Die Fressefreiheit ist gefährdet!“, heißt es da. „Auch nicht mit der Zunge den Touchscreeen berühren?“, witzelt ein anderer.

Und einem fällt dann doch das „Problem“ an der Sache auf: Wer ordnungsgemäß mit Mundschutz einen Supermarkt betritt, kommt eh nicht in Versuchung, den Pfandzettel zwischen die Lippen zu klemmen. „Is ja auch schwierig mit der Maske vor dem Mund.“

Ob das Schild überhaupt aus der Corona-Zeit* stammt, bleibt im übrigen völlig unklar. Aber hygienisch war es auch schon davor nicht. Und in der aktuellen Krise sollte man den Hinweis umso mehr befolgen und nicht den Anschlabber-Fehler machen.

Und einer meint dann noch: „Hinter jedem Schild steckt eine Geschichte.“ Das gilt zweifellos auch für diesen Aushang, der eigentlich nur für Birol bestimmt war.

Lidl-Mitarbeiter in den USA machen auf miserable Arbeitsbedingungen aufmerksam. Besonders in der *-Krise wird schlecht mit ihnen umgegangen. Das Unternehmen selbst weist die Vorwürfe zurück.

Rubriklistenbild: © Notes Of Berlin

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