„Früher als sonst“

Vorsicht beim Weihnachtseinkauf: Supermärkte schließen länger als letztes Jahr

  • Michelle Brey
    vonMichelle Brey
    schließen

Die Vorfreude auf Weihnachten steigt - trotz Corona-Pandemie. Doch Achtung: Besonders in diesem Jahr sollten die Weihnachtseinkäufe so früh wie möglich erledigt werden.

  • Weihnachten wird im Corona-Jahr 2020 für viele Menschen anders sein als üblich.
  • Der Ansturm auf die Supermärkte wird nicht nur wegen der Pandemie groß sein.
  • Beachtet werden sollte, dass die Geschäfte dreieinhalb Tage lang schließen.

München - Wie so vieles im Jahr 2020 wird auch das Weihnachtsfest durch das Coronavirus bestimmt sein. „Das Virus macht über Weihnachten keine Pause“, sagte auch Virologe Hendrik Streeck in einem Merkur-Interview.

Es ist ein Jahr geprägt von Beschränkungen - und das wird auch über die Feiertage durch den harten Lockdown nicht anders sein. Für den „engsten Familienkreis“ gilt dann: Menschen eines Haushaltes dürfen bis zu vier weitere Personen über 14 Jahren zu sich einladen. Feiert man Weihnachten in diesem Jahr zwar im kleineren Kreise, so will man es sich zumindest dann besonders schön machen. Doch Achtung, denn dieses Jahr müssen die Vorräte für mindestens dreieinhalb Tage halten.

Warteschlangen vor Heiligabend? Dieses Jahr müssen die Weihnachtsvorräte für mindestens dreieinhalb Tage halten.

Corona-Weihnachten 2020: Supermärkte dreieinhalb Tage lang geschlossen

Heiligabend fällt auf einen Donnerstag. Der Weihnachtseinkauf muss im Jahr 2020 also noch größer ausfallen. Denn die Supermärkte haben dann dreieinhalb Tage am Stück geschlossen - und damit einen halben Tag länger als noch im Vorjahr. An Weihnachten sind viele Geschäfte in der Regel noch bis 14 Uhr geöffnet. Die beiden darauffolgenden Weihnachtsfeiertage am 25. und 26. Dezember fallen auf Freitag und Samstag. Am 27. Dezember, der dieses Jahr an einem Sonntag ist, haben Aldi, Lidl, Penny, Edeka und Co. ebenfalls geschlossen.

Vor Weihnachten herrschte in den Supermarkt-Ketten immer reger Betrieb. Lange Warteschlangen an den Kassen, Gedränge und die vorweihnachtliche Hektik. Im Corona-Jahr bereiten sich die Supermärkte, wie auch in München, auf noch herausfordernde Tage vor als sonst. Wie Focus berichtete, rechne Kaufland besonders am 23. Dezember mit einer erhöhten Kundenfrequenz.

Corona: „Weihnachtseinkäufe früher als sonst beginnen“ - Ansturm auf Lebensmittelgeschäfte vorprogrammiert

„Die temporäre Schließung der Gastronomie wirkt sich für den Lebensmittelhandel in diesem Jahr sicherlich ebenso aus, wie die Tatsache, dass der traditionelle Winter- und Weihnachtsurlaub Corona-bedingt ausfällt“, heißt es etwa von Rewe.

Die Nachfrage nach Lebensmitteln könnte in diesem Jahr also noch einmal größer sein. „Die Weihnachtseinkäufe in diesem Jahr früher als sonst zu beginnen“, daran appellierte eine Rewe-Sprecherin. Hintergrund sei die Begrenzung der Anzahl der Kunden, die sich aufgrund der Corona-Pandemie gleichzeitig in einem Supermarkt befinden dürfen. Aldi bittet seine Kunden beispielsweise „entzerrt und möglichst über alle Wochentage verteilt einzukaufen“.

Dieses Jahr ist es daher wohl im Hinblick auf das Coronavirus und die Länge der Schließung der Supermärkte ab Weihnachten nicht zu empfehlen, die Einkäufe auf den letzten Drücker zu erledigen.

Indes reagierte Edeka auf eine massive Kunden-Beschwerde. (mbr)

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

Auch interessant

Kommentare