Currywurst
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Krebserregende Inhaltsstoffe in der Currywurst aus der Mikrowelle. (Symbolbild)

Lebensmittel

ZDF-Sendung deckt auf: Inhaltsstoffe in Mikrowellen-Currywurst krebserregend - und nicht nur das

  • vonJulia Schöneseiffen
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In der Currywurst aus der Mikrowelle sind gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Sie können sogar krebserregend sein.

Mainz - Wer kennt es nicht. Wenn es ums Essen geht muss es oft schnell gehen. Eine Möglichkeit wäre der Griff zu Fertigprodukten, wie der Mikrowellen-Currywurst. „ZDF wiso“ deckt zusammen mit Sebastian Lege auf, was in dieser Currywurst wirklich drin ist. Dabei zeigen sie auf, wie gefährlich das Produkt für die Gesundheit wirklich sein kann.

Für die Mikrowellen-Currywurst werden laut „ZDF“ etwa 85 Prozent reines Muskelfleisch verwendet, das genüge für „Spitzenqualität“. Der Rest wird dann mit billigem Speck gestreckt. Die Verwendung von Speck bringe zwei Vorteile mit sich. Zum einen verstärkt er den Geschmack und ist günstig für die Produktion. Um aus dem Fleisch eine Wurst zu erhalten muss es gekuttert werden.

Mikrowellen-Currywurst enthält den gefährlichen Stoff Nitrit.

Beim Kuttern werden Fleisch und Fettgewebe zerkleinert und mit Gewürzen und weiteren Zutaten gemischt. Um das Brät gleichmäßig weich zu machen werden viel Salz und künstliche Phosphate zugesetzt. Diese beiden Stoffe helfen auch dabei Wasser zu binden und erhöhen zusätzlich die Haltbarkeit der Currywurst. Zudem wird Nitritpökelsalz verwendet. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus Kochsalz und Natriumnitrit. Das Nitritpökelsalz verhindert das Wachstum von Bakterien und hat dadurch eine konservierende Wirkung. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: das Gemisch rötet die Wurst. Denn eigentlich wird das Fleisch durch Hitze blass. Das Nitrit aber sorgt für eine stabile rote Farbe. Doch dabei handelt es sich um eine gefährlichen Stoff.

Nitrit kann sogar krebserregend sein.

Nitrit allein ist so giftig, dass es gar nicht erst in den Lebensmittelhandel kommen darf, berichtet die ZDF-Sendung. Die Weltgesundheitsorganisation warnt aus gesundheitlichen Gründen vor einer zu hohen Nitrit-Aufnahme. Dr. Stefan Kabisch ist Ernährungsforscher an der Charité Berlin. Er erklärte gegenüber dem ZDF, dass Nitritpökelsalze zusammen mit dem Fleischeiweiß reagieren. Dies sei problematisch, da sich dadurch Nitrosamine bilden. Die gelten als krebserregend. Die gefährliche Verbindung von Nitrit und dem Eiweiß trete insbesondere bei der Erhitzung der Produkte auf, erklärte der Forscher weiter. Mikrowellen-Currywurst wird aber nicht nur einmal erhitzt, sondern sogar mehrmals.

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Schockierende Nährwerte und Inhaltsstoffe

Auch die Nährwerttabelle zeigt Erschreckendes. Das ZDF untersuchte mehrere Currywürste auf gesättigte Fettsäuren, Salz und Zucker. Die Recherche zeigt, dass im Schnitt rund 13 Gramm ungesunde, gesättigte Fettsäuren enthalten sind. Dies ist mehr als die Hälfte der maximal empfohlenen Tagesmenge von 20 Gramm. Auch der Salzgehalt ist erschreckend. Durchschnittlich 4,2 Gramm sind in einer Packung enthalten. Die maximal empfohlene Tagesmenge beträgt 6 Gramm. Fast 2/3 des täglichen Salzbedarfs sind durch nur eine Packung Mikrowellen-Currywurst abgedeckt. Und auch Zucker ist viel vorhanden (25,9 Gramm) - mehr als die Hälfte der maximal empfohlenen Tagesmenge.

Folglich handelt es sich bei der Mikrowellen-Currywurst um ein Produkt, was nicht allzu oft konsumiert werden sollte. Schlechte Nährwerte und bedenkliche Inhaltsstoffe wie Nitritpökelsalz und Phosphat können sich problematisch auf die Gesundheit auswirken. Auch die Politik versucht einen Wandel bei den Inhaltsstoffen von Fertigprodukten zu bewirken. (jsch)

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