Trotz Rekordergebnis in der Pandemie

Große Änderung für Kunden: Möbel-Riese verschwindet aus Deutschland

  • VonDominik Stallein
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Das Dänische Bettenlager verschwindet aus Deutschland. Der drittgrößte Möbelhändler Europas verändert nicht nur seinen Namen - es sind große Veränderungen geplant.

Handewitt - Das Unternehmen sieht sich selbst als Nummer Drei im europäischen Möbelmarkt - jetzt verschwindet das „Dänische Bettenlager“ aber aus Deutschland. Vom 27. September an soll die Kette wie der dänische Mutterkonzern heißen: „Jysk“. Die beiden Marken werden nun mit einem einheitlichen Sortiment und eben demselben Namen vereint, teilt das Unternehmen aus Dänemark am deutschen Unternehmenssitz in Handewitt (Schleswig-Holstein) bei Flensburg mit. Die Umstellung wird für das Unternehmen kostspielig und auch für Kunden gibt es Neuerungen.

Dänisches Bettenlager: Möbel-Riese verschwindet aus Deutschland: Was sich jetzt für die Kunden ändert

Das Filialnetz des Möbel-Riesen soll weiter wachsen: Bis Ende 2024 möchte das dänische Unternehmen 1150 Stores in Deutschland betreiben. Derzeit gehören rund 970 Filialen unter dem Namen „Dänisches Bettenlager“ zur Gruppe. Einige dieser Läden sollen laut Jysk-Chef noch erweitert werden. In allen Stores ist ein neues Konzept geplant, das skandinavische Wohn- und Schlaf-Modelle in den Vordergrund rückt, statt den einst namensgebenden Bettenlager-Charakter zu behalten. Die Möbel sollen in modernen Themen- und Farbwelten präsentiert, die Matratzenstudios ebenfalls angepasst werden.

Dänisches Bettenlager / Jysk: Möbelhändler zählt zu den drei Riesen in Europa

Im Herbst 2021 wird das Dänische Bettenlager seinen Namen ändern

Die Jysk-Unternehmensgruppe gehört auf dem Möbelmarkt zu den größten Riesen. Das Unternehmen selbst ordnet sich in Europa hinter dem schwedischen Giganten Ikea und der Österreichischen Gruppe XXXLutz auf Nummer drei ein. 4,1 Milliarden Euro wurden im Geschäftsjahr 2019/2020 umgesetzt. In Europa gehören mehr als 3000 Läden zu „Jysk“, über 26000 Menschen arbeiten für das dänische Unternehmen. Deutschland ist für die Kette ein wichtiger Markt: 1,2 Milliarden Euro setzte das „Dänische Bettenlager“ trotz der Corona-Pandemie um - ein Rekordergebnis.

Möbelhändler möchte mehr Jysk-Stores in Deutschland eröffnen

Für die Neukonzeption seiner Stores nimmt Jysk laut dem Deutschland-Chef der Firma, Christian Schirmer rund 250 Millionen Euro in die Hand. In einer Pressemitteilung spricht Jysk beim „Store Concept 3.0“ von der „wohl größten Unternehmenstransformation des Landes“. Bis 2024 soll die Neuausrichtung in ganz Deutschland abgeschlossen sein. Die reine Namensänderung geht bedeutend schneller: Noch im September sollen alle „Bettenlager“-Schilder von den Fassaden entfernt werden.

Deutschland: Jysk statt Dänisches Bettenlager

Das neue, blaue „Jysk“-Logo ist schon jetzt an einigen Stores angebracht. Der neue, einheitliche Name bedeutet so viel wie „von Jütland kommend“, einer dänischen Halbinsel. Das Einrichtungshaus hieß ursprünglich „Jysk Sengetøslager“, zu Deutsch: „Bettenlager aus Jütland“. Als 1984 die ersten Filialen in Deutschland eröffnet wurden, änderte das Unternehmen den Namen aus praktischen Gründen. Auch in Österreich wurde der Firmenname lange übersetzt, hier ist die Umbenennung bereits abgeschlossen. Im Rest der Welt kaufen Kunden schon immer bei einer „Jysk“-Filiale ein.

Neben den Veränderungen für Kunden in Deutschland möchte Jysk auch weitere Märkte erschließen. In Russland hat das dänische Unternehmen bereits in diesem Jahr erste Stores eröffnet. Wie die Welt berichtet, stehen die Türkei und Israel als nächstes auf der Agenda. Auch Stores in Fernost seien konkrete Überlegungen.

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