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60.000 Mercedes-Fahrzeuge müssen zurückgerufen werden.

Es geht um Diesel-Modelle

Zwangsrückruf für rund 60.000 Mercedes-Autos: Das ist der Grund

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Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat einen Zwangsrückruf gegen Daimler verhängt. 60.000 Fahrzeuge müssen zurückgerufen werden.

Berlin - Der Autobauer muss rund 60.000 Diesel-Modelle GLK 220 von Mercedes mit der Abgasnorm Euro 5 zurückrufen, wie die "Bild am Sonntag" am Samstag berichtete. Ein Daimler-Sprecher bestätigte AFP den Bericht. Das KBA wirft dem Autobauer vor, eine illegale Abschaltvorrichtung zur Abgasmanipulation eingesetzt zu haben. Es handelt sich um eine „Kühlmittel-Solltemperatur-Regelung“, die den Kühlmittelkreis künstlich kühler hält, die Aufwärmung des Motoröls verzögert und so dafür sorgt, dass beim gesetzlichen Prüfzyklus für Stickoxide der Grenzwert nicht überschritten wird. Dieser beträgt 180 Milligramm pro Kilometer. Im Straßenverkehr werde die Funktion laut KBA dagegen deaktiviert und der Grenzwert überschritten.

Daimler bestreitet den Bericht

Daimler bestreitet laut Bild den Betrug und will sich juristisch wehren.

Das KBA hatte deswegen bereits im April ein formelles Anhörungsverfahren gegen Daimler eingeleitet. Betroffen sind 60.000 Fahrzeuge, die zwischen 2012 und 2015 produziert wurden. Daimler hatte damals erklärt, das Unternehmen kooperiere vollumfänglich mit dem Kraftfahrt-Bundesamt und prüfe den Sachverhalt.

Das KBA will die Ermittlungen ausweiten, weil die angebliche Betrugssoftware in zwei verschiedenen Motoren (OM 642 und OM 651) eingesetzt wurde. Folglich könnten insgesamt mehr als 700.000 Fahrzeuge betroffen sein, unter anderem die C- und die E-Klasse.

cg/afp

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