1. Startseite
  2. Verbraucher

Deutsche Post: Kundin ärgert sich über teures Briefmarken-Problem - „Gesamtwert von 550 Euro“

Erstellt:

Von: Lara Listl

Kommentare

Briefkästen der Deutschen Post. (Symbolbild)
Bei der Deutschen Post hat eine Kundin Briefmarken im Wert von 500 Euro gekauft - die sie jetzt nicht mehr verwenden kann. (Symbolbild) © STPP/Imago

136 Briefmarken im Wert von 550 Euro hat eine Kundin bei der Deutschen Post gekauft. Doch nach einer Umstellung sind diese nicht mehr gültig. Über Facebook beschwert sie sich.

Deutschland – Mit einem außergewöhnlichen Problem wendete sich kürzlich eine Kundin über Facebook an die Deutsche Post: Für das Frankieren von Päckchen habe sie vor Längerem 136 Briefmarken zu je 4,10 Euro erworben. Ein Gesamtwert von 550 Euro. Doch seit einer Umstellung der Post am Anfang des Jahres können Pakete nur noch mit Paketaufklebern und nicht mehr mit Briefmarken frankiert werden.

Deutsche Post ändert eine Briefmarken-Regel: Kundin beschwert sich über teures Problem

Von der Deutschen Post wollte die Kundin nun wissen, wie sie die Briefmarken zurückgeben und damit den hohen Kaufpreis zurückerstattet bekomme. So einfach ließ sich ihr Anliegen allerdings nicht klären. Denn wie das Unternehmen antwortete, ist ein Umtausch nicht möglich.

Grund dafür sei die Tatsache, dass es sich bei Briefmarken um Wert- und keine Produktmarken handle. Was bedeute, dass diese trotz der Umstellung weder verfallen noch unbrauchbar seien. Tatsächlich seien die Briefmarken weiterhin gültig und könnten beispielsweise dafür genutzt werden, Groß- oder Maxibriefe ins Ausland zu schicken. Wobei allerdings noch eine Ergänzungsfrankierung nötig sei.

Deutsche Post antwortet: Umtausch ist nicht möglich

Mit ihrem Problem ist die Kundin nicht allein. So meldet sich ein weiterer Facebook-Nutzer mit demselben Problem. 2018 habe er Briefmarken zum Frankieren von Päckchen gekauft und wurde damals nicht darüber informiert, dass diese in drei Jahren nicht mehr für denselben Zweck verwendet werden können. „Ich versende keine Briefe ins Ausland. Was soll ich jetzt mit diesen Briefmarken machen?“, schreibt er in seinem Kommentar.

Kundin beschwert sich bei der Deutschen Post über das Geschäftsmodell

Der Kundin hatte die Antwort der Post ebenfalls nicht geholfen. „Ich finde es ausgesprochen frech, die Marken nicht mehr gegen andere tauschen zu können. Was soll das denn? Hab ich euch jetzt 550€ geschenkt?“, schreibt sie dem Unternehmen. Sie verschicke keine großen Briefe ins Ausland und selbst wenn sie das täte, wäre es dennoch ein Verlustgeschäft für sie. „Das ist doch mal echt ein tolles Geschäftsmodell. Marken für viel Geld verkaufen und sie dann ungültig machen. Vielen Dank dafür!“, beendet sie enttäuscht ihren Kommentar.

Facebook-Nutzer sieht die Schuld nicht bei der Deutschen Post

Verständnis für das Ärgernis der Kundin zeigen nicht alle Facebook-Nutzer. So fragt sich einer: „Wieso zur Hölle kauft man denn Briefmarken im Wert von 550 Euro, offensichtlich ohne so viele zu benötigen?“ Seiner Meinung nach sei die Situation der Kundin nicht die Schuld der Deutschen Post. Diese erhöht übrigens erneut das Briefporto – bis Ende Dezember sollten Verbraucher ihre bereits zum alten Preis erworbenen Marken demnach besser aufbrauchen.

Mit unserem brandneuen Verbraucher-Newsletter bleiben Sie immer auf dem neusten Stand in Sachen Verbraucherinformationen und Produktrückrufe.

Auch interessant

Kommentare