Böse Überraschung auf dem Lieferschein

Deutsche Post: Kunde entsetzt von Zusatzgebühren - Woher kommen die „versteckten“ Kosten?

  • VonLukas Einkammerer
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Ein Kunde der Deutschen Post ist gar nicht glücklich, dass ihm angeblich versteckte Kosten in Rechnung gestellt werden. Doch was steckt hinter diesen Gebühren?

Bonn - Wer kennt es nicht: Man erwartet voller Vorfreude ein Paket und die Lieferung kommt, wie es der Zufall so will, genau dann, wenn man nicht zuhause ist. Stattdessen wird man von einer kleinen, gelben Benachrichtigung über Unzustellbarkeit begrüßt und darf sich erst einmal auf den Weg zur Poststelle machen. Ein Kunde der Deutschen Post fand nun einen solchen Zettel bei sich - und bekam einen ziemlichen Schock. Denn darauf werden ihm Kosten in Rechnung gestellt, von denen ihm nichts bekannt war.

Deutsche Post: Kunde schockiert von Zusatzgebühren

Auf Facebook* teilte der entsetzte Kunde ein Foto, das die Mitteilung seiner Postfiliale zeigt. Darauf werden ihm 1,12 Euro Zollgebühr sowie eine zusätzliche Auslagepauschale von 6 Euro berechnet. „Wer hat ihnen eigentlich den Auftrag gegeben, die Zollgebühren für mich auszulegen? Ich jedenfalls nicht und ich möchte das auch nicht“, schreibt er fassungslos dazu, „Ich kann selber zum Zoll fahren und mir meine Sendung abholen.“ Dass die Auslagepauschale weitaus höher zu sein scheint als die eigentliche Zollgebühr, sorgt für Fassungslosigkeit. „6 € für eine Zollgebühr von 1,12 €? Das ist Abzocke allererster Güte!!!“, wettert er, „Und wie gesagt habe ich sie nicht dazu beauftragt. Wo kann man das abschalten?“

Deutsche Post: Woher kommen die „versteckten“ Zoll-Kosten?

Kurz nachdem der enttäuschte Kunde seinen Schimpftirade veröffentlicht hatte, meldete sich die Deutsche Post selbst zu Wort und erklärte, was hinter den augenscheinlich versteckten Kosten steckt. So wäre die Verzollung durch die Post, anstatt dem Empfänger selbst, bereits im Versandvertrag abgemacht. Um eine Lieferung selbst beim Zoll abzuholen, müsse man als Selbstverzoller registriert sein, was sich mit einem Formular auf der DHL-Website vornehmen lässt. Interessant ist dabei auch, dass der Betrag von 6 Euro im Vergleich mit anderen Ländern noch relativ niedrig sei. Ob das den enttäuschten Kunden wohl beschwichtigt hat? Bei einer so einleuchtenden Erklärung kann man jedenfalls nur hoffen, dass es in Zukunft keine bösen Überraschungen auf der Rechnung mehr gibt.

Auch IKEA-Kunden ärgerten sich über unerwartete Zusatzkosten. Währenddessen wartet die Deutsche Post mit ein paar drastischen Neuerungen auf. (le) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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