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Kosten für Streaming-Abos steigen - darauf müssen sich Verbraucher jetzt einstellen

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Von: Victoria Krumbeck

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Bekannte Streaming-Plattformen wie Netflix, Amazon und Disney+ stehen seit Jahren in Konkurrenz zueinander. Disney+ schaffte es jetzt, Netflix einzuholen und kündigte an, seine Preise zu erhöhen. 

Burbank – Verbraucher stehen vor einer riesigen Auswahl an Streaming-Angeboten. Zu den größten zählen Netflix, Amazon und Disney+. Sie stehen in großer Konkurrenz zueinander. Disney hat jetzt einen riesigen Meilenstein erreicht. Der Streaming-Anbieter hat den langjährigen Marktführer Netflix mit seinen Abonnentenzahlen eingeholt. Zusätzlich kündigte Disney an, seine Preise zu erhöhen. Auch Amazon gab vor ein paar Wochen bekannt, seine Preise ab September anzupassen.

Disney+ kündigt Preiserhöhung an - Abo mit Werbung soll kommen

Disney schaffte es, mit den zwei Diensten Hulu und ESPN+ seine Abonnentenzahlen deutlich zu steigern. Rund 221 Millionen Abo-Kunden konnte Disney im vergangenen Quartal verzeichnen. Damit überholten der Streaming-Dienst den Anbieter Netflix. Dieser hatte zuletzt auch so viele Abonnenten, nach dem Netflix rund eine Million verlor. Disney kündigte zusätzlich zwei Änderungen an. Abonnenten in den USA müssen zukünftig tiefer in den Geldbeutel greifen, wenn sie Filme und Serien weiterhin werbefrei schauen wollen.

Disney+ kündigte an, seine Preise zu erhöhen und ein Abo-Modell mit Werbung einzuführen. Der Streaming-Anbieter hat nun mehr Abonnenten als Netflix.
Disney+ kündigte an seine Streamingpreise zu erhöhen. © Silas Stein/dpa

Ab dem 8. Dezember führt Disney ein werbefinanziertes Abo ein. Disney rechtfertigte diese Änderung mit einem größeren Angebot zu verschiedenen Preisen. Der Streaming-Anbieter könnte mit dem neuen Modell eine breitere Masse ansprechen, wie Kareem Daniel, Vorsitzender von Disney Media & Entertainment Distribution, in einer Meldung erklärte.

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Preiserhöhung bei Disney+ - Abos können um drei Dollar steigen

Wer in den USA einen einfachen Disney-Zugang besitzt, der zahlt momentan 7,99 Dollar. Ab Dezember bekommen die Abonnenten bei dem gleichen Preis jedoch noch Werbung angezeigt. Wer Serien und Filme auf Disney weiterhin werbefrei anschauen möchte, der muss in paar Monaten 10,99 Dollar zahlen - drei Dollar mehr als jetzt. Auch Hulu und der Sportdienst ESPN+ werden ein paar Dollar teurer. Im Ausland - wie etwa in Deutschland - sind Inhalte von Hulu und dem Disneys TV-Sender ABC in der App von Disney+ enthalten.

Der Zuwachs von Disney lag deutlich über den Erwartungen der Analysten. Vor allem im indischen Markt konnte der Streamingdienst einige Nutzer für sich gewinnen. Etwa acht Millionen Abonnenten kamen zu dem indischen Service Disney+ Hotstar dazu. Insgesamt sind es etwa 58 Millionen Kunden im indischen Raum. In den USA stagnierten die Zahlen der Abonnenten bei etwa 44,5 Millionen. Außerhalb Indiens kommt Disney+ auf etwa 49,2 Millionen Kunden - ein Zuwachs von sechs Millionen binnen drei Monaten.

Ob und wann eine Preiserhöhung in Deutschland kommt, ist noch nicht bekannt. Auch Netflix erhöhte seine Preise. Das Werbemodell scheint unter den Streaming-Plattformen beliebt zu sein. Netflix plant wie Disney+ ein werbefinanziertes Modell für seine Abonnenten einzuführen. (vk/dpa)

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