Blick in eine Filiale der Drogeriemarktkette dm.
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Auch außerhalb der Filialen bietet die Drogeriemarkt-Kette DM online viele Produkte an. (Symbolbild)

Onlineshop hat deutliche Antwort parat

„Ist das euer Ernst?“ dm-Preis für Küchenprodukt schockiert Kundin - doch Nachfrage entpuppt sich als Eigentor

  • vonCornelia Schramm
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Braten, Grillen, Dünsten: Viele Profi- und Hobby-Köche schwören auf Alufolie. Als eine dm-Kundin jetzt durch den Onlineshop klickt, wittert sie bei einer Rolle puren Preis-Wucher. dm reagiert sofort.

  • In seinem Onlineshop verkauft dm auch Produkte, die in den Filialen vor Ort nicht erhältlich sind.
  • Die Drogeriemarkt-Kette bietet also online auch eine breite Produktpalette an Alufolien an.
  • Bei einem Marken-Produkt stockte einer Kundin jetzt aber offenbar der Atem.

Karlsruhe - Auf der einen Seite glänzend, auf der anderen Seite matt: Aus vielen Küchen ist die Alufolie kaum mehr wegzudenken. An der Gretchenfrage, welche Seite nun für welchen Zweck am besten geeignet ist, scheiden sich zwar die Geister - nichtsdestotrotz, praktisch ist sie allemal. Reißfest, hitzebeständig und geschmacksneutral eignet sich Alufolie zum Braten, Dünsten, Grillen und Einfrieren. Kein Wunder also, dass sie fast in jedem Haushalt zu finden ist.

Eine Facebook-Userin hat jetzt allerdings eine schockierende Entdeckung gemacht: Auf der Suche nach Alufolie im Onlineshop der deutschen Drogeriemarkt-Kette dm lies sie ein Produkt gehörig stutzen. Während die Alufolie der Hausmarke „Profissimo“ nur 1,45 Euro kostet, kommt ein anderes Produkt scheinbar auf einen deutlich stolzeren Preis: Für 37,45 Euro wird eine Rolle Alufolie der Marke „Toppits“ im dm-Onlineshop angeboten.

DM-Kundin

Die Kundin konnte das kaum fassen und machte ihrem Ärger kurz darauf bei Facebook Luft: „Ist das ein Druckfehler oder ist das euer Ernst?“, schreibt sie und postet einen Screenshot des Produktes aus dem dm-Onlineshop. Schwarz auf weiß zeigt dieser, die Alufolie soll tatsächlich 37,45 Euro kosten. Auf eine Antwort der Drogeriemarkt-Kette musste die Kundin nicht lange warten: „Hallo, das ist der korrekte Preis“, teilt der Konzern sofort mit - und nennt ihr auch den Grund: „Es handelt sich hier um 150 Meter Alufolie.“

Doch die dm-Kundin lässt nicht so schnell locker, vermutet sie doch offenbar noch hinter dem Produkt noch immer einen Preis-Schwindel. „Wie viel Meter sind denn normalerweise auf der Rolle?“, fragt sie nach. „Die „Toppits“-Alufolie hat normal zehn Meter zum Preis von 1,65 Euro“, antwortet dm, worauf hin die Facebook-Userin aber nochmals nachhakt: „Aber dann wären 150 Meter nur 24,75 Euro oder haben wir einen anderen Fehler?“ Die Kunden-Kritik entpuppt sich dann schnell als virtuelle Rechenstunde, denn dm erklärt ihr sofort: „In dem Fall musst du noch beachten, dass die zehn Meter Rolle zu 1,65 € nur 29,5 cm breit ist und die 150 Meter Rolle 44 Zentimeter breit ist.“

Video: Glänzend oder matt - Welche Seite der Alufolie gehört nach außen?

Daraufhin erntet die Facebook-Userin so einige schiefe Kommentare im Sozialen Netzwerk. Ein User schreibt: „Ist schon ärgerlich, wenn man andere auf Fehler hinweisen will und auf ganzer Linie einfach nur versagt.“ Ein anderer lässt einen Smiley die Augen rollen und meint trocken: „Wer gucken und lesen kann ist klar im Vorteil.“ Viele User finden also, die dm-Kundin habe sich mit ihrer Nachfrage ziemlich blamiert, denn nicht nur der Preis, sondern auch die Größe der „Toppits“-Alufolie seien im dm-Onlineshop deutlich vermerkt.

Und tatsächlich, nicht erst in der Produktbeschreibung stehen die Maße, sondern bereits in der Überschrift. DM führt die Maxi-Alufolie, die sich beispielsweise sehr gut zum Abdecken eines ganzen Kuchenbleches eignet, unter der Bezeichnung „Alufolie extrabreit, 150 Meter“. Dabei liegt der Meterpreis umgerechnet bei etwa 25 Cent und kostet somit fast gleich viel wie die haushaltsübliche „Mini“-Variante. DM verkauft aber nicht nur die 150-Meter-Rolle für 37,45 Euro, sondern auch eine 200 Meter lange Alufolie zum Preis von 27,95 Euro. Bei diesem Produkt hat die Kundin aber offenbar keinen „Preisschock“ erlitten. (cos) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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