Provisorische Schutzmaßnahmen schützen Kassierer und Kassiererinnen in einer Filiale der Drogeriemarktkette Budni.
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Der Bezahlvorgang an der Kasse wurde über die Zeit immer schneller und vor allem kontaktlos.

Neue Regel für Supermärkte

Aldi, Lidl, Rewe und Edeka: Neuer 15-Sekunden-Trend bei Supermärkten kommt

  • Philipp Fischer
    vonPhilipp Fischer
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Der technologische Fortschritt bahnt sich seinen Weg auch in die Supermärkte. Experten warnen, dass Aldi, Lidl und Rewe sich demnächst auf einige Änderungen einstellen müssen.

München - Seit letztem Jahr gibt es auch in Deutschland vermehrt die Möglichkeit kontaktlos mit Handy oder Karte zu bezahlen. Diese Technologie ist vor allem für Supermärkte entscheidend, da Einzelhändler besonders an der Kasse auf ihre Kunden achten müssen. Supermarkt-Experten warnen jetzt Lidl, Aldi, Rewe und Co davor eine weitere Zeitregel im Auge zu behalten.

Aldi, Lidl und Rewe: Diese Zeitregel ist für den Kassiervorgang entscheidend

„15 Sekunden - länger darf gerade bei der Tempo-verwöhnten jungen Generation das nicht dauern“, meinte die Handelsexpertin des Deutschen Zukunftsinstituts, Theresa Schleicher gegenüber der dpa. Je weniger Zeit der Bezahlvorgang benötigt, desto weniger genervt seien die Kunden. Demnach sollten Lidl, Aldi, Rewe und Edeka vor allem ein Augenmerk auf die Optimierung ihrer Bezahlvorgänge legen, um die Kunden für sich zu gewinnen.

Discounter wie Lidl und vor allem Aldi gehen hier bereits mit gutem Beispiel voran. Laut einer Erfassung des Marktforschungsunternehmens Ematrix aus dem Jahr 2009, liegt Aldi mit 86 abkassierten Kunden pro Stunde weit vor allen anderen Supermärkten. Mit 71 Kunden folgt Lidl auf Platz zwei

Aldi, Lidl und Rewe: Deutschland holt bei kontaktlosen Zahlen auf

In China sei es weit verbreitet, mittels Gesichtserkennung zu bezahlen. „Die nötige Mimik fürs Bezahlen ist ein Lächeln“, so Schleicher bei der Vorstellung ihres Retailreports 2020. In Deutschland setzte sich das kontaktlose Zahlen lange Zeit nicht durch. Doch aufgrund der Corona-Pandemie haben kontaktlose Bezahlmethoden mit der Karte oder Smartphone auch hierzulande mehr Zuspruch erhalten.

„Laut einer repräsentativen Bundesbankerhebung im Jahr 2020 haben bei den alltäglichen Ausgaben bargeldlose Zahlungsmittel und insbesondere Karten wesentlich an Bedeutung gewonnen“, sagte Burkhard Balz, das für den bargeldlosen Zahlungsverkehr zuständige Vorstandsmitglied der Bundesbank. Der Erhebung zufolge sind knapp ein Drittel aller Einkäufe im Einzelhandel und im Onlinehandel mit Karte bezahlt worden. Eine Steigerung um 9 Prozent gegenüber 2017. „Mehr als ein Fünftel der Befragten, die kontaktlos bezahlten, probierte dies erstmals während der Corona-Pandemie aus“, sagte Balz. Viele der Befragte würde aus hygienischen Gründen bevorzugt auf kontaktlose Zahlmethoden zurückgreifen.

Unterdessen stellt Aldi sein System beim Abkassieren um - mit Folgen auch für die Kunden. (phf)

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