1. Startseite
  2. Verbraucher

Umfrage bei Edeka, Lidl und Aldi schürt Befürchtungen: Preise für Butter und Brot dürften bald explodieren

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Stella Henrich

Kommentare

Bei Aldi, Rewe und Co. steigen die Preise für Lebensmittel. Grundnahrungsmittel wie Milch, Butter oder Fleisch legen kräftig zu. Ein Ende der Preisspirale scheint unabsehbar.

München - Besonders heftig ist der Preissteigerung bei der Butter. Im März kostete die 250-Gramm Packung rund 1,65 Euro, inzwischen müssen die Verbraucher für „Deutsche Markenbutter“ 2,29 Euro blechen. Mit einem dicken Plus von 60 Prozent zog auch der mittelscharfe Senf von „Ja“ bei Rewe davon. Aber auch Aldi, Lidl und Netto verteuerten ihre günstigen Senf-Eigenmarken um gut 20 Prozent.

Laut aktueller Umfrage des ifo-Instituts will ein Großteil der Unternehmen in Deutschland in den kommenden drei Monaten die Preise erhöhen. „Nach unseren Umfragen planen in den kommenden Monaten mehr als zwei Drittel der Nahrungsmittelhersteller weitere Preisanhebungen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser, der Welt am Sonntag. Grund sind offenbar die höheren Produktionskosten, die durch Energie, Lieferung, Rohstoffe und Verpackung verursacht werden.

Preisanstieg bei Edeka, Lidl und Aldi: Verbraucher ändern während Ukraine-Krieg Einkaufsverhalten

Für ein Kilo Brot sollen Verbraucher sogar schon bald über zehn Euro bezahlen. Butter könnte sogar die 4-Euro-Grenze durchbrechen. Die günstigste Milch könnte es für 1,09 Euro geben. „Haushalte reagieren sehr schnell, wenn sich die Rahmenbedingungen stark verändern“, erklärt Robert Kecskes vom Marktforschungsunternehmen GfK. Das wäre während der Pandemie-Hochphasen so gewesen, und es sei jetzt beim Ukraine-Krieg und der hohen Inflationsrate genauso. Die Menschen seien verunsichert, viele spürten, dass ihr frei verfügbares Einkommen schrumpfe und das habe deutliche Auswirkungen auf ihr Einkaufsverhalten, so Kecskes. weiter.

Einkaufswagen mit Lebensmitteln im Supermarkt in Deutschland - befüllt mir Waren des täglichen Bedarfs.
Die Verbraucher sollten mit Köpfchen einkaufen gehen. Denn die Preise bei Aldi, Lidl und Co. ziehen weiter an. (Symbolbild) © U. J. Alexander/imago

Discounter und Supermärkte reagieren auf das veränderte Kaufverhalten der Kunden. In ihren wöchentlichen Prospekten locken Aldi, Lidl, Rewe, Penny, Edeka, Netto Marken-Discount oder Norma mit niedrigen Preisen. Dennoch ist es ratsam, Preise zu vergleichen, Angebote zu notieren und strategisch einkaufen zu gehen, um sich nicht von leuchtend rosarotem Fleisch, frischem Obst und Gemüse in den Werbeprospekten der Händler täuschen zu lassen.

Preisanstieg bei Edeka, Lidl und Aldi: Supermärkte und Discounter erhöhen Preise auf Grundnahrungsmittel

Denn überall schnellen die Preise immer weiter in die Höhe - so auch für Lebensmittel des Grundbedarfs. Nachdem Aldi bereits im April die Preise erhöht hatte, zogen viele andere Händler, darunter auch der Konkurrent Lidl nach. Eine Verbraucherin erzählt der Berliner Zeitung (BZ), die Tomaten, die sie im Februar noch für 2,49 Euro gekauft hatte, würden nun ganze vier Euro kosten. 

Auch ein anderer Konsument beschwert sich über die Preise im Supermarkt, vor allem die Preise für Butter und Milchprodukte seien gestiegen, erklärt er. Und „im Discounter um die Ecke kosteten die billigsten Nudeln noch weniger als einen Euro, jetzt ist der Preis bei 1,30 Euro gelandet“, so der Konsument in der BZ weiter.

Zur Entlastung der Verbraucher fordern Verbände, die Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel auf null zu setzen. Landwirtschaftsminister Cem Özdemir ist ebenfalls dafür. Das käme vor allen denjenigen zugute, die sich inzwischen fragen, ob ihr Geld für Essen noch reicht.

Mit unserem brandneuen Verbraucher-Newsletter bleiben Sie immer auf dem neusten Stand in Sachen Verbraucherinformationen und Produktrückrufe.

Auch interessant

Kommentare