Aldi, Edeka, Rewe, Lidl

2G-Regel im Supermarkt? Einkaufen für Ungeimpfte könnte kompliziert werden - Bundesland prescht vor

  • Marc Dimitriu
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In immer mehr Branchen wird die 3G+ oder 2G-Regel eingeführt. Der Einzelhandel bleibt als eine der wenigen Branchen noch für alle offen. Doch das könnte sich jetzt ändern.

Frankfurt - Bars, Clubs, Konzerte oder Theater-Vorstellungen. In immer mehr Bereichen gilt die 3G+ oder 2G-Regel. Es dürfen also nur noch Geimpfte, Genesene oder Menschen mit einem negativem PCR-Test rein. Da die Corona-Tests aber mittlerweile nicht mehr vom Staat gezahlt werden und somit ziemlich teuer sind, sind viele Bereiche des öffentlichen Lebens nur noch für Geimpfte oder Genesene zugängig.

In den meisten Regionen Deutschlands braucht man mit dieser Regel, dann auch keine Maske mehr oder muss nicht mehr auf den Abstand achten. Nur noch der Einzelhandel und der öffentliche Nahverkehr sind noch für jeden benutzbar, unter Einhaltung der Masken-Pflicht. Doch das könnte sich nun ändern.

2G jetzt auch bei Edeka, Rewe und Co.? Neue Regelung in Hessen

Sich im Supermarkt, dank 2G, nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie endlich wieder ohne Maske bewegen? Was für viele verlockend klingt, wäre für die immer noch zahlreichen Ungeimpften ein Schock. Bald könnte es aber so weit sein. Denn das Bundesland Hessen hat eine 2G-Option für den Einzelhandel eingeführt.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier verkündete erst am Dienstag, den 12. Oktober, die neue Regelung: Die Betriebe können nun selbst entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene in ihr Geschäft lassen wollen. Dazu zählen auch Supermärkte und Discounter.

2G-Option in Supermärkten auf Wunsch der Branche

Die optionale 2G-Regelung sei „auf Wünschen aus der Branche hin“ entstanden, heißt es in der Pressemitteilung. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass die 2G-Option auch nur tageweise gelten soll: „Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden.“

Das Verwaltungsgericht Frankfurt hatte entschieden, dass es diese Option geben muss. Das zeichnete sich bereits in einem Urteil des Verwaltungsgerichtes aus dem September 2021 ab, schreibt fr.de*. Damals hatte eine Händlerin von Grillzubehör gegen das Verbot, ihren Laden nach der 2G-Regelung betreiben zu müssen, geklagt.

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Handelsverband begrüßt Urteil zur freien Wahl von 2G - Ungeimpfte müssen sich keine Sorgen machen

Laut der Welt begrüßt der Handelsverband Deutschland das Urteil. Die Händler hätten so die freie Wahl, „ob sie eine 2G-Regelung anwenden wollen oder eben nicht“, erklärt Handelsverbandschef Stefan Genth. Mit einer deutschlandweiten Verschärfung der Regel rechne er jedoch nicht.

In Hessen könnte es also nun dazukommen, dass Rewe, Edeka oder Aldi in bestimmten Filialen an einzelnen Wochentagen die 2G-Regel einführen. Ungeimpfte müssten sich dann einen anderen Supermarkt suchen. Weil Supermärkte aber für die Grundversorgung der Bevölkerung essenziell sind, braucht sich keiner Sorgen zu machen, gar nicht mehr einkaufen zu können. (md) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa

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