Lidl Edeka Logo Schriftzug auf einem Schild im Außenbereich der Lebensmittel Discounter am Supermarkt-Parkplatz
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Edeka, Lidl, Aldi oder Rewe: Wer hat bei den Supermärkten die Nase vorn? (Symbolbild)

Mehr Umsatz, weniger Filialen

Lidl, Edeka, Rewe oder Aldi: Welcher Supermarkt hat in Deutschland die Nase vorn?

  • VonBettina Menzel
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Supermärkte waren die klaren Gewinner der Corona-Krise. Nun zeigt eine Analyse des EHI-Instituts, welche Discounter am meisten profitierten.

Köln - Während viele Ladengeschäfte komplett schließen mussten, blieben die Supermärkte während der Corona-Krise geöffnet. Der Einkauf im Supermarkt war während des Lockdowns für viele das einzige „soziale Event“, das änderte auch das Einkaufsverhalten der Menschen in der Pandemie: Verbraucher gingen insgesamt seltener in Supermärkte, legten dabei aber mehr in den Einkaufswagen. Das sorgte für ein Umsatzplus und eine Verschiebung von Marktanteilen, wie eine Analyse des Forschungsinstituts für den Handel, EHI Retail Institute, nun ergab.

Edeka, Lidl, Rewe und Co: Welcher Supermarkt in Deutschland vorne liegt

Die Veranstaltungs- und Reisebranche litt, der Lebensmittelhandel hingegen verzeichnete 2020 einen Anteil von rund 60 Prozent an den Top 1.000-Umsätzen in Deutschland. Dieses Ergebnis erzielen die Supermärkte und Discounter sogar mit einer geringeren Anzahl an Verkaufsstellen als noch vor ein paar Jahren. Denn die Zahl der Ladengeschäfte sinkt – und das nicht erst seit Corona. Im Jahr 2018 beispielsweise gab es insgesamt 3,6 Prozent mehr Verkaufsstellen (57.440), im Jahr 2020 waren es nur noch 54.900. Diese erzielten aber einen höheren Umsatz: Das Umsatzplus lag 2020 bei 3,6 Prozent im Vergleich zu 2018.

Generell profitierten Discounter am meisten, sie hatten mit einem Umsatz von 42,2 Prozent den Löwenanteil im Markt inne. Supermärkte kamen auf 34,1 Prozent, SB-Warenhäuser auf 16,4 Prozent der Umsatzanteile.

Der Discounter Lidl konnte im Vergleich zum Vorjahr sogar den Konkurrenten Rewe überholen und sich ein größeres Stück vom Markt sichern. Die Marktanteile verschieben sich künftig noch weiter, denn die Real-Filialen werden aufgelöst. Sie gehen an Kaufland, das wie Lidl zur Schwarz-Gruppe gehört, sowie an Rewe, Globus und den Marktführer Edeka.

RangVertriebslinieNettoumsatz 2020 in Mio.Anzahl Verkaufsstellen
EdekaLebensmittelhandel37.3625.921
LidlLebensmittelhandel21.6003.202
ReweLebensmittelhandel18.3003.289
Aldi-SüdLebensmittelhandel16.4001.940
NettoLebensmittelhandel14.5504.262
KauflandLebensmittelhandel13.460677
Aldi-NordLebensmittelhandel12.2002.220
PennyLebensmittelhandel8.0502.200
dmKörper und Gesundheit7.3502.024
RealLebensmittelhandel6.800268

Ikea, Obi und Co.: Das sind die Gewinner bei Baumärkten und Möbelhäusern

Während der Lockdowns verbrachten Menschen so viel Zeit zuhause wie selten. Das EHI spricht von einem „Cocooning-Trend“, der Menschen motivierte, es sich in den eigenen vier Wänden gemütlich zu machen. Die frühen Lockdown-Lockerungen für Baumärkte und das Click und Collect-System trugen zusätzlich zu einer Umsatzsteigerung bei. Gewinner war der Marktführer Ikea, wo teilweise sogar Bestseller knapp wurden. Doch auch andere Baumärkte und Möbelhäuser konnten punkten.

RangVertriebslinieUmsatz in Mrd. Euro
IkeaMöbelhaus4.464
ObiBaumarkt3.915
BauhausBaumarkt3.790
HornbachBaumarkt2.680
ToomBaumarkt2.660
HagebaumarktBaumarkt2.630
GlobusBaumarkt1.580
HöffnerMöbelhaus1.440
PocoMöbelhaus1.400
RollerMöbelhaus1.075

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