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Teurer Einkauf: Vergleich zeigt starken Anstieg der Lebensmittelpreise bei Discountern

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Von: Markus Hofstetter

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Die Inflationsrate wächst, Produkte des täglichen Bedarfs werden immer teurer. Wie stark die Lebensmittelpreise wirklich gestiegen sind, zeigt das Ranking eines Verbraucherportals.

Berlin - Die Inflationsrate in Deutschland ist im Mai 2022 mit 7,9 Prozent auf den höchsten Stand seit fast 50 Jahren gesprungen. Eine Entspannung ist nicht in Sicht. Diese Teuerung macht den Verbrauchern schwer zu schaffen, da auch die Produkte des täglichen Bedarfs deutlich teurer geworden sind.

Das ist eigentlich die Zeit der Discounter. Es wird häufiger bei Aldi, Lidl & Co eingekauft, auf teure Markenartikel verzichtet und mehr auf Sonderangebote geachtet. Doch die Rechnung scheint nicht aufzugehen. Auch die Discounter haben heftig an der Preisschraube gedreht, wie eine Auswertung des Verbraucherportals Vergleich.org zeigt. Für das Ranking wurden die Preise von mehr als 50 Eigenmarkenprodukten in einem zufällig ausgewählten Berliner Discounter am 23. März 2022 und am 19. Mai 2022 erhoben. Basierend darauf wurden die zehn Produkte mit dem höchsten Preisanstieg ermittelt.

Lebensmittel werden immer teurer: Bio-Butter hat die höchste Preissteigerung

Das Ranking zeigt eindrucksvoll, wie stark die Preise in die Höhe geschnellt sind. Laut der Auswertung hat sich Bio-Butter im Beobachtungszeitraum von 2,29 Euro auf 2,99 Euro verteuert. Mit einer Steigerung von 30,57 Prozent hat das Produkt den größten Preiszuwachs zu verzeichnen. Es folgt Salami in Scheiben der Eigenmarke, die in einer 130-Gramm-Verpackung im Regal liegt. Deren Preis erhöhte sich von 1,39 Euro auf 1,79 Euro, was einem Preisanstieg von 28,78 Prozent entspricht. Für ein Shampoo der Eigenmarke in einer 500-Milliliter-Verpackung waren 0,95 Euro anstelle von zuvor 0,75 Euro zu zahlen. Das ist eine Verteuerung um 26,67 Prozent.

Auf Platz vier findet sich Schwarzwälder Schinken in der 80-Gramm-Packung wieder. Das Lebensmittel verteuerte sich von 1,19 Euro auf 1,49 Euro, der Preis stieg damit um 25,21 Prozent. Bei Gouda mittelalt war das ähnlich. Kosteten 300 Gramm des Käses im März noch 1,99 Euro, waren es im Mai 2,49 Euro, ein Plus von 25,13 Prozent.

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Lebensmittel werden immer teurer: Preise im Handel hinken tatsächlichem Preisanstieg hinterher

Doch das Ende der Fahnenstange scheint laut einer Studie der Allianz Trade noch nicht erreicht zu sein. „Die Preise im Lebensmitteleinzelhandel sind weit davon entfernt, den tatsächlichen Preisanstieg bei Lebensmitteln in den vergangenen 18 Monaten widerzuspiegeln“, erklärt der Branchenexperte bei Allianz Trade, Aurélien Duthoit, laut der Nachrichtenagentur AFP.

Verbraucher müssten für Lebensmittel 2022 voraussichtlich deutlich tiefer in die Tasche greifen. Wahrscheinlich seien in diesem Jahr Preissteigerungen von 10,7 Prozent im Lebensmitteleinzelhandel zu erwarten, pro Person entspreche dies jährlichen Mehrausgaben von über 250 Euro.

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