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Energie-Krise in Deutschland: Kommt jetzt die Verbraucher-App?

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Von: Victoria Krumbeck

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Die Energiepreise steigen in diesem Jahr besonders stark an. Eine App könnte den Verbrauchern helfen, Energiekosten zu sparen.

München – Die Energiekosten werden in den nächsten Monaten weiter steigen. Vergleichsportale warnen. So könnten etwa 3,3 Millionen Haushalte im Schnitt fast 52 Prozent mehr für die Gasversorgung zahlen. Schon jetzt gibt es Energiesparmaßnahmen, die Verbraucher umsetzen können. Damit das Energiesparen noch besser klappt, schlägt ein Experte eine Verbraucher-App vor. Nach dem Vorbild der Corona-Warn-App könnte die Regierung die Entwicklung einer solchen App in Auftrag geben. 

Gas-Krise: Eine Energie-Warn-App könnte beim Sparen helfen

Graham Weale, Professor für Energieökonomik an der Uni Bochum, schlägt eine solche Energiekosten-App vor. Diese kann Verbrauchern beim Energiesparen helfen. „Meines Erachtens sollten die Energiekosten so sichtbar wie die Spritkosten werden. Und das wäre mit einer relativ einfachen App möglich“, erklärte er ntv. Man braucht unterschiedliche Informationen, die im Wesentlichen schon vorhanden sind. Mein Vorschlag ist, dass die Regierung die Vermieter und Energieversorger verpflichten sollten, die App bis Anfang Oktober aufzurollen“, sagte Weale in dem Interview.

Energiekosten könnten mit einer App gespart werden. Das schlägt Prof. Graham Weale, Professor für Energieökonomik vor und erklärt, wie diese aussehen könnte.
Verbraucher könnten mithilfe einer App Energiekosten sparen. (Symbolbild) © Uwe Umstätter/IMAGO

Aufgrund des Ukraine-Kriegs sind die Energiekosten gestiegen. Mieter könnten mit so einer App auf dem Smartphone ganz einfach erkennen, wie sich der Energieverbrauch ändert. Die Entwicklung einer solchen App gestaltet sich unkompliziert, wie Weale erklärte. „Das ist technisch nicht so schwierig. Man braucht zum einen die aktuellen Heizungskosten und zum anderen die Außentemperaturen. Alle diese Informationen sind ganz einfach vorhanden.“

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Energiekosten-App: Eine Entlastung für Verbraucher

Für die Entwicklung der App machte Weale die Regierung verantwortlich. „Meines Erachtens könnte das eine Aufgabe für die Regierung sein. Genau wie es im Fall der Corona-App war. Es ist gleichzeitig nicht auszuschließen, dass die Energieversorger sofort die Initiative ergreifen und dazu die großen Immobilienunternehmen wie Vonovia“, erläuterte Weale. Für die App gibt es allerdings noch keine konkreten Pläne.

Es gibt Länder, die mit dem Energiesparen besser vorankommen als Deutschland. So etwa in Weales Heimatland Großbritannien. Seit 2013 gibt es die sogenannte „Energy Company Obligation“. Es handelt sich um ein staatliches Energieeffizienzprogramm, das zur Verringerung der CO2-Emissionen beitragen soll. Auch Energiearmut soll dadurch bekämpft werden. Es verpflichtet die Energieversorger, mit ihren Kunden zu arbeiten, damit sie möglich viel Energie einsparen können, wie Weale erklärte. Die Corona-Warn-App wurde mittlerweile 43,2 Millionen Mal heruntergeladen. Eine Energiekosten-App könnte die breite Masse erreichen. (vk)

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