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Energie sparen: Mit diesen Tricks frisst ihr Kühlschrank weniger Strom

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Von: Stella Henrich

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Ältere Kühlschränke sind wahre Energiefresser. Doch auch bei neuen Geräten lässt sich Strom sparen, um die Energierechnung nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Hier ein paar Energiespartipps.

München ‒ Für Lebensmittel müssen die Verbraucher inzwischen immer tiefer in die Tasche greifen. Die meisten Produkte landen nach dem Einkauf im Kühlschrank oder im Gefrierfach. Nur Getränke lassen sich bei kalten Außentemperaturen auch schon mal auf dem Balkon gut kaltstellen. Verzichten kann dennoch niemand wirklich auf ein gut funktionierendes Kühlgerät.

Doch diese Geräte - sowohl der Kühlschrank als auch das Gefriergerät - können wahre Stromfresser im Haushalt sein. Schließlich laufen sie ununterbrochen. Kein Verbraucher stellt sie nachts einfach mal aus. Auch eine Standby-Funktion gibt es dafür nicht. Wie Verbraucher jetzt dennoch Strom sparen können, um die Energiekosten im Griff zu behalten, hier ein Überblick.

Wer diese Tipps beherzigt, kann bares Geld sparen:

Siemens Kühlschrank steht offen. Gut befüllt mit Milch, Joghurts und Gurken.
Mit ein paar Tricks lässt sich auch Strom beim Kühlschrank sparen. (Symbolbild) © Michael Gstettenbauer/imago
  1. Standort: Stellen Sie den Kühlschrank nicht neben eine Wärmequelle wie etwa den Backofen, die Spülmaschine oder eine Heizung.
  2. Warme Speisen: Stellen Sie keine warmen Produkte in den Kühlschrank. Besser ist, die Lebensmittel erst abkühlen lassen und sobald sie erkaltet sind, können sie in das Gerät gestellt werden. Heißt konkret: Der Topf mit den noch warmen Nudeln gehört nicht in den Kühlschrank.
  3. Richtig auftauen: Gefrorene Speisen im Kühlschrank auftauen, denn die wirken wie ein zusätzliches Kühlelement und nehmen dem Kühlschrank Arbeit ab.
  4. Regelmäßig enteisen: Wer zu viel Eis im Gefrierfach hat, begeht einen Fehler. Und sollte es besser enteisen. Denn zu viel Eis sorgt dafür, dass der Kühlschrank mehr Energie aufwenden muss, um die gewünschten Minusgrade im Gefrierfach zu erreichen. Denn eine dicke Eisschicht verhindert, dass die kalte Luft von den Kühlschlangen in den Innenraum vordringen kann und zwingt das Gerät so dazu, mehr Energie aufzuwenden.
  5. Kühltemperatur: Wer seinen Kühlschrank auf die richtige Temperatur einstellt, sollte darauf achten, dass diese nicht weit über sieben Grad liegt. Zwischen vier und acht Grad sind effizient. Je kühler die Temperatur ist, desto mehr Energie muss das Gerät aufwenden. Meist können Verbraucher die Grade manuell im Innenraum selbst einstellen. Im Gefrierfach genügt eine Temperierung von minus 18 Grad.
  6. Wichtig auch: Das Öffnen und Schließen der Kühlschranktür: Wer sie zu oft und zu lange öffnet, weil er noch nicht genau weiß, was er eigentlich essen und trinken will, sollte wissen, so wird wertvolle Energie unnötig verschwendet. Denn in diesem Zeitraum findet ein Luftaustausch statt, welcher möglichst gering gehalten werden sollte. Die Temperatur im Inneren steigt an, und der Kühlschrank wird versuchen, diesen Temperaturunterschied auszugleichen. Dabei muss er viel Energie aufwenden. Darüber hinaus sollten Verbraucher auch stets kontrollieren, dass die Tür richtig geschlossen ist und nicht beim Verlassen der Küche offen bleibt. Lieber einmal mehr nachgeschaut als einmal zu wenig. So sparen Verbraucher dauerhaft Geld.
  7. Urlaubspause: Sind Sie längere Zeit nicht zu Hause, lohnt es sich, den leeren Kühlschrank auszuschalten. Neuere Modelle haben sogar eine Ferienschaltung, die Strom spart.
  8. Laut The Huffington Post können Verbraucher bis zu 200 Energie im Jahre sparen, wenn sie diese Tipps einhalten.

Tipps zum Sparen: Beim Neukauf auf das Energielabel achten

Beim Kauf eines neuen Kühlschranks lohnt sich dann ein Blick auf das Energielabel, empfehlen Verbraucherschützer. Ein Blick auf das Energielabel lohnt sich beim Kauf. Am besten ist nach der Umstellung des Energielabels im März 2021 die Kategorie A, die Bezeichnungen A+++, A++ und A+ gibt es nicht mehr. Zuvor war A+++ die beste Bewertung, diese zählt nun maximal zur Klasse B, C oder D. Grundsätzlich gilt: Je größer der Kühlschrank oder die Kühl-Gefrierkombination, desto höher ist der Stromverbrauch.

Verbraucher, die darüber nachdenken, sich einen neuen sparsamen Kühlschrank zu kaufen, sollten wissen, dass 100 Liter mehr Volumen laut Verbraucherzentrale NRW den Verbrauch um 20 Prozent erhöhen. Für Single- oder Zwei-Personen-Haushalte reichten meist 100 bis 150 Liter Nutzinhalt. Leben mehr Personen im Haushalt, könnten Verbraucher mit 50 Litern pro Person rechnen, so der Tipp von Verbraucherschützern. Zur Orientierung: Ein sparsamer D-Kühlschrank mit rund 150 Liter Volumen sollte nicht mehr als 90 Kilowattstunden pro Jahr verbrauchen. 

Doch nicht nur in der Küche lässt sich Strom sparen, um die eigene Stromsparbilanz im Haushalt überschaubar zu halten. Auch bei Laptops, Computern, Fernsehern und Smartphones gibt es Möglichkeiten. Und wer weiß denn tatsächlich so was? 18 Euro lassen sich pro Jahr sparen, wenn man von einem PC auf einen Laptop umsteigt.

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