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Die Sorge vor dem Blackout - Welche Vorräte braucht es, welche Maßnahmen machen Sinn?

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Von: Ines Baur

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Stromausfall, Blackout - ein weiteres Szenario, das den Menschen Sorgen macht. Wie Sie sich auf den Fall der Fälle vorbereiten können und welche Stromausfälle zu den gravierendsten Blackouts der letzten Jahre zählen.

München - Deutschlands Stromversorgung gehört laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz BBK) in Europa zu den sichersten. Dennoch: Bauarbeiten, Extremwetter oder das gleichzeitige Einschalten von hunderttausenden von Heizlüftern könnten auch in Deutschland zu längerfristigen Stromausfällen führen. Ein beunruhigendes Szenario. Bedenkt man, wofür Strom mittlerweile notwendig ist. Oder anders herum - bedenkt man, wofür wir eigentlich keinen Strom mehr benötigen.

Blackout - Stromnetz im Stresstest

Laut spiegel.de kam ein Stromnetz-Stresstest der Bundesregierung zu dem Ergebnis, »dass stundenweise krisenhafte Situationen im Stromsystem im Winter 22/23 zwar sehr unwahrscheinlich sind, aktuell aber nicht vollständig ausgeschlossen werden können«. Es ging hier um ein Extremszenario, in dem wegen Gasmangels ein Viertel bis die Hälfte der Gaskraftwerke in Süddeutschland ausfallen, zugleich anhaltendes Niedrigwasser den Nachschub für Kohlekraftwerke ausbremst, französische Atomkraftwerke weiter außer Betrieb sind und viele Heizlüfter gleichzeitig genutzt werden.

Blackout - Akkus, Bargeld und ein batteriebetriebenes Radio

Ein Mann läuft während eines Stromausfalls mit einer Taschenlampe durch ein Treppenhaus.
Im Falle eines Stromausfalls ist es gut, eine Taschenlampe zur Hand zu haben. Doch nicht nur (Symbolbild). © Marwan Naamani/dpa

Im Falle eines großen Blackouts über mehrere Stunden kann es schon ungemütlich werden. S-, Tram- und U-Bahnen und sicher einige Fernverkehrs-Züge wären lahmgelegt. Geldautomaten geben kein Geld mehr aus. Haushaltsgeräte, wie Kühl- und Gefrierschrank fallen aus. Mobiltelefone, PCs und Telefone funktionieren nicht mehr. In Häusern und Wohnungen würde es dunkel und kalt. Selbst die Wasserversorgung könnte betroffen sein. Um sich auf einen Stromausfall vorzubereiten rät das BBK sich entsprechend vorzubereiten.

„Achten Sie darauf, dass die Akkus an Ihren Laptops, Mobiltelefonen, Telefonen etc. geladen sind oder halten Sie geladene Ersatzakkus bereit“, raten die Experten vom Katastrophenschutz. Solarbetriebene Batterieladegeräte oder Powerbanks könnten bei Stromausfall Abhilfe schaffen. Weiter raten sie zu einem Vorrat an Bargeld, da bei Stromausfall Geldautomaten nicht mehr funktionieren. Um Mitteilungen der Behörden verfolgen zu können, sollte ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereitstehen.

Notfallrucksack und Nahrungsmittelvorrat nicht nur wegen Stromausfall im Haus

Sinnvoll sei es, zu Hause einen Nahrungsmittelvorrat und Trinkwasser für zehn Tage zu lagern, rät Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) im Interview mit dem Handelsblatt. In Krisensituationen könnten Bürgerinnen und Bürger so zu Hause bleiben, um Einsatzkräfte und Supermärkte zu entlasten. Ein wichtiger Bestandteil für den privaten Katastrophenschutz ist der Notfallrucksack. Der sollte immer greifbar sein und bei der Flucht aus dem Haus etwa wegen Hochwasser oder einem Brand mitgenommen werden. Listen für den perfekt gepackten Notfallrucksack und sinnvolle Vorratshaltung können sich interessierte Menschen beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe kostenlos ansehen oder heruntergeladen.

Stromausfall - das waren die fünf größten Blackouts weltweit

Unterschiedliche Gründe können ein Blackout verursachen. Die fünf gravierendsten Blackouts waren laut srf.ch:

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