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Blackouts im Winter: Katastrophenschützer rechnet mit Stromausfällen

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Von: Stefanie Fischhaber

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Immer wieder gibt es Warnungen vor möglichen Blackouts im Winter. Laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz könnte es im Januar erste Stromausfälle geben.

Berlin - Angesichts der Energiekrise in Deutschland gibt es immer wieder Warnungen vor möglichen Blackouts in Deutschland. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) schätzt, dass es wegen der angespannten Lage bei der Energieversorgung in den kommenden Monaten zu Stromausfällen in Deutschland kommen könnte, die über das bisherige Maß hinausgehen.

Autos fahren in der Dämmerung in der Innenstadt.
Experten rechnen damit, dass es im Januar und Februar zu Blackouts in Deutschland kommt. (Symolbild) © Andrew Kravchenko/ dpa

Blackouts im Winter: Bundesamt für Bevölkerungsschutz prognostiziert Stromausfälle in Deutschland

„Wir müssen davon ausgehen, dass es im Winter Blackouts geben wird“, sagte BBK-Chef Ralph Tiesler der „Welt am Sonntag“. „Damit meine ich eine regional und zeitlich begrenzte Unterbrechung der Stromversorgung.“ Als Grund dafür sehe er allerdings nicht nur die Energieknappheit, sondern auch gezielte Abschaltungen des Stromnetzes. Um die Netze zu schützen und die Gesamtversorgung nicht zu gefährden, könnten Netzbetreiber den Strom zeitweise abschalten.

Die Bundesnetzagentur stellte bereits verschiedene Szenarien für die Energieversorgung im Winter auf. „Das Risiko dafür steigt ab Januar und Februar, so dass wir davon ausgehen, dass es von da an stellenweise für eine gewisse Zeit zu Unterbrechungen der Stromversorgung kommt“, sagte Tiesler. Das Bundesamt rechne allerdings eher mit kurzfristigen, „sogenannten Brownouts“ als mit lang anhaltenden, großflächigen Blackouts, erklärte der Experte.

Kritik am Katastrophenschutz in Deutschland: Haushalte und Kommunen müssen sich für Blackouts wappnen

Der BBK-Präsident kritisierte in diesem Zusammenhang, dass staatliche Stellen nicht immer ausreichend für Krisenlagen wie Stromausfälle gewappnet seien. Ein Teil der Kommunen und Behörden sei „wirklich mustergültig“ für Blackouts in Deutschland aufgestellt, mit genauen Plänen und einer Sicherstellung der Stromversorgung durch Notstromaggregate vor Ort. „Andere stehen deutlich schlechter da, die sind nicht ausreichend vorbereitet. Das ist ganz unterschiedlich“, erklärte der Behördenchef in Bezug auf mögliche Blackouts im Winter.

Mittlerweile hätten auch große Teile der Bevölkerung die Gefahr eines Blackouts erkannt. Doch das sei noch lange kein Grund für Alarmismus, meint Tiesler. „Alles, was wir im Augenblick erleben, können wir noch bewältigen. Wir müssen uns anpassen. Und das ist den Menschen meistens gelungen.“

Was tun bei einem Blackout? Experte gibt Tipps für langfristige Stromausfälle in Deutschland

Dennoch sollte jeder Haushalt für einen Notfall gewappnet sein. Im Falle eines Stromausfalls sollte ein Notvorrat an Lebensmittel im Haus sein, vor allem haltbare Produkte wie Konserven. Tieser empfiehlt zudem, ein batteriebetriebenes Radio und Kerzen parat zu halten. Auch die wichtigsten Dokumente sollten für den Notfall griffbereit sein.

Experten empfehlen, auch einen Notvorrat an Bargeld zurückzulegen, da die Möglichkeiten, an Bargeld zu kommen, eingeschränkt sein könnten. Verbraucherinnen und Verbraucher können für den Notfall eine Checkliste abarbeiten, was es im Ernstfall eines Blackouts zu tun gibt. (sf mit AFP)

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