1. Startseite
  2. Verbraucher

Kurzer Prozess: McFit steigert Beiträge um rund 25 Prozent – Kunden wüten über Fitnessstudio

Erstellt:

Von: Anna Lorenz

Kommentare

Die Aufnahme zeigt das schwarz-gelbe McFit-Logo an der Fassade des Fitnessstudios aus der Perspektive eines Passanten.
Der Fitnessstudiobetreiber McFit ändert zum April 2022 seine Preise - hat er sich damit verhoben? © Rene Traut/imago

Mitglieder wüten auf Facebook gegen die Studios - die Kette McFit verteuert ihre Abos um rund 25 Prozent. Grund sei die Corona-Pandemie.

Schlüsselfeld - Mit weit über hundert Studios allein in Deutschland ist McFit ein Riese im hiesigen Fitnessgeschäft, tausende Mitglieder trainieren europaweit bei dem Studiobetreiber aus Würzburg. Der „Discounter im Fitnessbereich“ lockt mit moderaten Preisen um die 20 Euro pro Mitglied und Monat. Doch nun gibt es für die Abonnementinhaber ab April 2022 eine saftige Beitragserhöhung.

McFit steigert Mitgliedsbeiträge - Abo kostet ab April rund 25 Prozent mehr

„Um dir weiterhin deinen Lieblingssport bei McFIT zu ermöglichen, müssen wir die Preise für unsere Vertragsmodelle anpassen“, so McFit auf der Homepage des Studio-Giganten. Die Corona-Pandemie mitsamt ihrer Konsequenzen sei auch an der Fitnessstudio-Kette nicht spurlos vorbeigegangen, diverse Kosten hätten sich für das Unternehmen erhöht. Daher erfolge nun die geplante Umlage auf die Kunden. Und die sieht so aus:

Die Preissteigerung um knapp 25 Prozent gilt ab April für Neu-, aber auch Bestandskunden - und die sind richtig sauer.

Ab April 2022: McFit-Studios ziehen Preise an - Kunden sind entrüstet: „Ganz großes Kino“

Dass McFit die Ankündigung stillschweigend in den FAQs zum Reiter „Zahlung“ versteckt hat, scheint nicht unbedingt zufällig: Fans der Fitnesskette sind extrem verärgert über die, in ihren Augen, nicht loyalen Studios.

„Während des Lockdowns weiterhin Beiträge kassiert, nichts an den veralteten Geräten gemacht und jetzt den Beitrag erhöhen ... ganz großes Kino!“, schrieb ein User auf der Facebook-Seite von McFit. „Wir können deinen Unmut gut nachvollziehen“, gab McFit dem verärgerten Nutzer auf Facebook zur Antwort, „Leider haben uns nicht alle Mitglieder so tatkräftigt unterstützt wie du.“ Tatsächlich hätten im Rahmen der Pandemie wohl viele Abonnenten ihre Mitgliedschaften pausiert und auch als die Studios ihre Türen wieder öffnen konnten, führten die geltenden Regeln dazu, dass einem Teil der Kunden kein Zugang gewährt werden konnte.

Doch während einige - wie auch der Protagonist in diesem Video - zum Sport gingen, um Extrapfunde zu verlieren, sind viele Mitglieder der 1997 gegründeten Kette schon jahrelang treue Kunden am Crosstrainer oder der Hantelbank. Ein Großteil von Verträgen bei dem Studiobetreiber bringt also schon eine gefühlte Ewigkeit sicheres Geld - die gesetzlichen Änderungen zum Kündigungsrecht, die am 01. März 2022 in Kraft getreten sind, dürften der Fitness-Kette daher gar nicht schmecken. Denn während bisher Verträge nicht so einfach abzustoßen waren, gilt nun, dass - egal bei welchem Anbieter - die Studiomitgliedschaft eine Kündigungsfrist von einem Monat nicht überschreiten darf. Ob bei diesen Aussichten nicht einige der enttäuschten Mitglieder dem Fitness-Riesen den Rücken kehren, bleibt abzuwarten. (askl)

Auch interessant

Kommentare