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Facebook vor Riesen-Umbau: Mark Zuckerberg plant Großes - doch das könnte nach hinten losgehen

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Von: Stella Henrich

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Um wettbewerbsfähig zu bleiben, baut Facebook-Chef Mark Zuckerberg seine Internet-Plattform um. Als Vorbild dient dem 38-jährigen Amerikaner offenbar das chinesische Konkurrenzportal TikTok.

Menlo Park/München ‒ Mark Zuckerberg geht in die Offensive. Der Chef von Facebook spürt den Konkurrenzdruck innerhalb seiner Branche. Die Internet-Plattform des Amerikaners verliert zunehmend an Popularität bei jungen Nutzern. Das Problem hat Mark Zuckerberg bereits vor Monaten erkannt, schreibt das Branchen-Portal The Verge.

Laut The Verge soll Facebook, das zu Meta Platforms gehört, zu einer Art zweitem TikTok umgebaut werden. Im Fokus liegt dabei die komplette Umgestaltung der Facebook-Feeds. Nutzern sollen künftig mehr Inhalte von „Creators“ angezeigt werden, denen sie nicht bereits folgen. „Creators“ sind Ersteller von bezahltem Content. Im Gegenzug - so der Plan - werden Inhalte von Freunden und Bekannten deutlich weniger angezeigt.

Facebook-Umbau: Internetportal soll Entdeckungs-Maschine werden

Wie The Verge weiter berichtet, dient den Facebook-Machern als Vorbild für eine weitere Neuerung der „For Your“-Feed von TikTok. Dahinter steckt ein KI-basierten Algorithmus, der den Nutzern interessante Inhalte vorschlägt. Die Neuerung fast Facebook unter dem Begriff „Discovery Engine“ zusammen - also eine Art Entdeckungs-Maschine. Ein neuer Ansatz, denn damit wird Facebook nicht mehr die Vernetzung von Nutzern und den kommunikativen Austausch priorisieren, sondern die Empfehlung interessanter Inhalte in den Vordergrund seiner Plattform stellen.

Mark Zuckerberg, Chef und Gründer von Facebook betritt durch eine Tür einen Raum.
Mark Zuckerberg, Chef und Gründer von Facebook, will sich mit dem Umbau seiner Plattform neue Nutzer erschließen. (Symbolbild) © Florian Gaertner/imago

Darüber hinaus soll der Facebook-Messenger in der eigenen App stärker integriert werden. Das Ziel hinter der schönen neuen Facebook-Welt ist, dass „mehr Content aus der ‚Discovery Engine‘ mit Freunden geteilt“ wird, schreibt The Verge weiter. Auf diese Weise will Zuckerberg ganz offenbar versuchen, mehr Traffic auf Facebook zu generieren. Ob das auch bei älteren Nutzern ankommt, ist fraglich, denn TikTok nutzen vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Facebook hat sich allerdings in den letzten Jahren eher zu einem Netzwerk entwickelt, dass von älteren Erwachsenen genutzt wird. Geht Zuckerbergs Plan so überhaupt auf?

Facebook Sitz des UnternehmensMenlo Park, Kalifornien
Gründungsjahr4. Februar 2004
GründerMark Zuckerberg
aktive Nutzer monatlich geschätztrund 2,9 Milliarden
MutterkonzernMeta Plattform

Facebook-Umbau: Wettbewerber TikTok erobert die Welt

Facebook reagiert mit dem geplanten Umbau auf das stagnierende Wachstum seiner App. Wettbewerber TikTok hingegen erobert die Welt. Das, dem privaten chinesischen Technologiekonglomerat ByteDance gehörende Unternehmen, wurde bereits weit über drei Milliarden Mal heruntergeladen, schreibt das Forschungsunternehmen für mobile Apps Sensor Tower auf seiner Webseite. 

Laut Schätzungen von Sensor Tower waren die Downloads von TikTok im vergangenen Jahr 20 Prozent höher als die von Facebook. Und in den ersten drei Monaten dieses Jahres verbrachten iPhone-Nutzer durchschnittlich 78 Prozent mehr Zeit auf TikTok als auf Facebook, werden die Forscher bei The Verge zitiert.

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