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Energiesparen in den eigenen vier Wänden – So senken Sie die Kosten um bis zu 80 Prozent

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Von: Markus Hofstetter

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Wenn man weiß, welche Haushaltsgeräte am meisten Strom fressen, kann man gezielt den Energieverbrauch senken. Hier ist ein Überblick über mögliche Sparmaßnahmen.

Berlin – Deutschland ächzt unter den steigenden Energiepreisen. Die Bundesregierung will beim Energiesparen aufs Tempo drücken und macht entsprechende Vorgaben für Privatverbraucher, Unternehmen und Kommunen.

Verbraucher können aber auch ohne Anschub aus der Politik einiges tun, um ihre Kosten zu senken. In Privathaushalten ist dies schnell und nachhaltig möglich, wenn man die größten Stromfresser ins Visier nimmt.

Energiesparen in privaten Haushalten: Das sind die größten Stromfresser

Am meisten Energie verbraucht laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) die Unterhaltungselektronik, dazu gehören Fernsehgeräte oder Computer, mit einem Anteil von 28 Prozent am durchschnittlichen Gesamtstromverbrauch von Haushalten. Der Bereich Waschen und Trocknen schlägt mit 14 Prozent zu Buche. Es folgen Beleuchtung, Kühl- und Gefriergeräte, Kochen und Spülen.

Die größten Energieverbraucher in privaten Haushalten

Informationstechnik, TV, Audio: 28 Prozent

Waschen und Trocknen: 14 Prozent

Licht: 13 Prozent

Kühl- und Gefriergeräte: elf Prozent

Kochen: neun Prozent

Spülen: acht Prozent

Sonstiges: 17 Prozent

Doch der Stromverbrauch lässt sich senken. Dazu ist es nicht immer unbedingt notwendig, sich neue Geräte anzuschaffen.

Energiesparen in privaten Haushalten: Fernseher und Homeoffice

Größer ist nicht immer besser. Denn je mehr Zoll ein Fernsehgerät misst, desto größer ist auch der Stromverbrauch. Dabei sind Altgeräte wahre Stromfresser. Bei einem Neukauf ist es ratsam, auf das EU-Energielabel zu achten, das die Effizienz eines Gerätes angibt.

Moderne Geräte bieten auch die Möglichkeit, die Bildschirmhelligkeit der Umgebung anzupassen. Denn je heller das Bild, desto größer der Strombedarf. Falls die Funktion in den Einstellungen vorhanden ist, sollte man den Standby-Modus abschalten. Ist das nicht möglich, kann man stattdessen eine abschaltbare Steckdosenleiste nutzen.

Stromzähler mit Euro Schriftzug
In Privathaushalten kann man schnell und nachhaltig Strom sparen und so die Rechnung senken (Symbolbild) © Wolfgang Maria Weber/imago

Wenn man im Homeoffice arbeitet, braucht ein Laptop verglichen mit einem Desktop-PC weniger Strom. Für den Privatgebrauch reichen oft auch Tablets, die noch energieeffizienter sind. Sollte man den Computer länger als 30 Minuten nicht nutzen, sollte er heruntergefahren werden. Auch der Bildschirmschoner sollte ausgeschaltet werden, da er viel unnötige Energie verschwendet. Stattdessen sollte der Bildschirm direkt in den Standby-Modus gehen.  

Energiesparen in privaten Haushalten: Waschen und Trocknen

Auch hier gilt, dass in die Jahre gekommene Waschmaschinen und Trockner viel mehr Strom verbrauchen als moderne Geräte. Diese passen die benötigte Energie- und Wassermenge automatisch an die Waschladung an. Dennoch sollte eine Waschmaschine nur voll beladen angeschaltet werden.

Je heißer die Wäsche gewaschen wird, desto mehr Strom braucht die Maschine. Deswegen sollte man bei normal verschmutzter Wäsche mit 30 oder 40 Grad waschen. Bei etwas stärker verschmutzter Wäsche sollte Flecken vorbehandelt oder ein 60 Grad-Programm gewählt werden.

Energiesparen in privaten Haushalten: Beleuchtung

Alte Glüh- und Halogenlampen sollten durch neue LEDs ausgetauscht werden. Das spart bis zu 80 Prozent des Energieverbrauchs.

Selten genutzte Räume wie Lager oder Abstellkammern kann man mit Bewegungsmeldern ausstatten. Das bringt je nach Raumnutzung zwischen 20 und 80 Prozent Einsparung.

Energiesparen in privaten Haushalten: Kühl- und Gefriergeräte

Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) kühlen die Deutschen ihren Kühlschrank auf durchschnittlich 5,8 Grad herunter. Dabei reichen sieben Grad vollkommen aus. Ein Grad hochzuschalten, reduziert die Stromkosten um sechs Prozent. Für das Gefrierfach reichen minus 18 Grad vollkommen aus.

Zudem sollte für den Kühlschrank der richtige Standort gewählt werden. So sollte das Gerät tagsüber nicht in der Sonne oder in der Nähe von Wärmequellen wie Heizung oder Backofen stehen.

Ab und zu sollte man die Dichtung der Kühlschranktür überprüfen. Ist diese kaputt, sollte sie ersetzt werden, da sonst der Stromverbrauch höher ist.  

Energiesparen in privaten Haushalten: Herd und Backofen

Wer beim Kochen den Deckel auf den Topf setzt, kann den Energieverbrauch um bis zu zwei Drittel reduzieren. Auch den Herd früher auszuschalten und die Restwärme zu nutzen spart Energie, was allerdings nicht für Induktionsherde gilt.

Wer die Umluft-Funktion des Ofens nutzt, kommt auf ein Einsparpotenzial von bis zu 15 Prozent. Auch auf Vorheizen zu verzichten, kann bis zu acht Prozent Strom sparen. Hilfreich ist auch die gleichzeitige Nutzung mehrerer Ebenen im Ofen.

Energiesparen in privaten Haushalten: Spülmaschine

Geschirrspüler sind nachhaltiger als das Abwaschen von Hand. So lassen sich bis zu 50 Prozent Energie und 30 Prozent Wasser einsparen. Hier gilt, dass Ökoprogramme effizienter als Kurzprogramme sind.  

Wie die Waschmaschine sollte der Geschirrspüler möglichst gut gefüllt werden, bevor er gestartet wird. Wichtig ist, dass diese nicht überfüllt wird, da sonst das Geschirr meistens nicht richtig sauber wird. Zudem sollte das Restesieb immer sauber sein, damit das Brauchwasser ungehindert abgepumpt werden kann.

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