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Großer Führerschein-Umtausch startet 2022 - Für die Ämter könnte es stressig werden

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Von: Lukas Einkammerer

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Nächstes Jahr startet die erste Phase des Führerschein-Umtauschs gegen den neuen EU-Führerschein. Für die Straßenverkehrsämter könnte das eine stressige Zeit werden.

Berlin - Ab nächstem Jahr verliert der alte Führerschein nach und nach seine Gültigkeit und der neue EU-Führerschein tritt an seine Stelle. Zwar soll der Wechsel erst 2033 komplett abgeschlossen sein, für einige Kraftfahrer wird er aber bereits 2022 fällig. Den zuständigen Ämtern steht eine chaotische Zeit bevor.

Führerschein-Umtausch: Frist endet für viele Kraftfahrer bereits 2022

Wie die Bundesregierung informiert, endet die erste Phase der weitreichenden Führerschein-Umtauschaktion bereits in wenigen Monaten. Alle Auto- und Motorradfahrer, die zwischen 1953 und 1958 geboren worden sind - und deren Führerschein bis zum 31.12.1998 ausgestellt wurde, müssen ihren blau-rosa Wisch bis zum 19. Januar 2022 umgetauscht haben. Wer zwischen 1959 und 1964 geboren wurde, hat zwar noch bis Januar 2023 Zeit, es könnte aber trotzdem eng werden.

Denn wie die Fachzeitschrift „auto, motor und sport” laut focus.de berichtet, gehört dieser Altersgruppe ein Großteil der deutschen Kraftfahrer an: „Das sind die allermeisten, denn wer in den 1980ern die Schule absolvierte, der meldete sich anschließend direkt bei der Fahrschule an”. Das kommende Jahr dürfte für Straßenverkehrsämter also ziemlich stressig werden.

Bis 2033 müssen alle Führerscheine gegen neue EU-Führerscheine umgetauscht werden.
Nächstes Jahr beginnt der große Führerschein-Umtausch: Bis 2033 müssen alle Führerscheine, die vor 2013 ausgestellt wurden, gegen einen EU-Führerschein getauscht werden. © IMAGO/Andreas Gora

Führerschein-Umtausch: Einige Ämter nennen falsche Fristen

Um den großen Ansturm zu verhindern, sollen viele Ämter deshalb pauschal auf das Fristende 2033 verweisen, berichtet „auto, motor und sport” weiter. Diese Angabe erweist sich aber leider als irreführend, denn im Januar 2033 dürfen nur noch Führerscheine umgetauscht werden, die zwischen 2012 und Januar 2013 ausgestellt wurden. Wenn das Ausstellungsdatum vor dem 1. Januar 1999 lag, dann ist der letztmögliche Termin der 19. Januar 2025.

Wer sich auf dieses falsche Datum verlässt, kann mit einem Verwarnungsgeld von 10 Euro rechnen. Es empfiehlt sich deswegen, das eigene Fristende auf der zugehörigen Website der Bundesregierung selbst zu überprüfen.

Führerschein-Umtausch: Prozedur soll 25 Euro kosten

Die Einführung des EU-Führerscheins, der alle 15 Jahre erneuert werden muss, soll laut der Bundesregierung der Vereinheitlichung und Erfassung aller Führerscheine dienen, die in der EU im Umlauf sind. Vor allem Fälschungen sollen damit unterbunden werden. Getauscht werden müssen bis 2033 aber nur die Fahrausweise, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden - was etwa 43 Millionen Kraftfahrer betrifft.

Umsonst ist der neue Schein natürlich auch nicht. Denn wie der ADAC informiert, wird bei der Ausstellung - bei der Reisepass oder Personalausweis, ein biometrisches Passbild und der alte Führerschein vorgelegt werden müssen - eine Gebühr von 25 Euro fällig.

Derweil ebnet die künftige Regierungskoalition den Weg für einen Umbruch im Verkehrssektor. Es betrifft all jene Bürger, die eine Führerscheinprüfung absolvieren. (le)

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