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„Haben komplettes Grundstück abgesucht“: Hermes-Kunden finden Paket am Tag danach an absurdem Ort

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Von: Armin T. Linder

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Die Familie suchte nach eigenen Angaben ihr komplettes Grundstück ab - erst am Tag danach fand sie ein Hermes-Paket an einem unerwarteten Ort.

Göppingen - Wenn eine Paket-Zustellung reibungslos klappt oder wenigstens die Sache mit dem Ablageort, dann erfährt man davon selten in den sozialen Medien. Anders sieht es hingegen aus, wenn etwas richtig schief geht. Oder sich der Bote besonders kreativ zeigt beim Deponieren einer Sendung. Oder einfach nur die Tonne wählt. Für größeres Aufsehen sorgte vor mehreren Jahren ein Hermes-Bote, der ein Paket in luftige Höhe schleuderte.

Hermes-Paket „landet“ auf Vordach - Empfänger reagiert mit Unverständnis

Nicht ganz so viel Schwung brauchte nun ein Zusteller im Kreis Göppingen in Baden-Württemberg. Doch auch er wählte einen ungewöhnlichen Ablageort - der bei der Empfänger-Familie nicht allzu gut ankam: das Vordach! Davon berichtet Winfried K. bei Facebook, und angesichts der drei Fotos gibt es auch keinen Anlass, an seiner Darstellung zu zweifeln. „Hermes ist schon ein toller Dienstleister“, schreibt er voller Ironie und fragt dann: „Wer kommt auf die Idee, ein Paket auf das Vordach zu werfen?“

Andere Nutzer reagieren in den Kommentaren: „Und wurde immerhin geliefert“, witzelt einer. „Und dann hat‘s geregnet“ und „Immerhin war es so vor Diebstahl geschützt“, schreiben andere.

Doch nicht nur Langfinger kommen schwer ran - auch die Familie selbst hatte ihre liebe Müh, das Paket zu erreichen, wie Winfried K. unserer Redaktion berichtet. Das Paket sei für seine Tochter bestimmt gewesen. „da hätte es Probleme gegeben“, er selbst sei zwei Meter groß, „und konnte das Paket mittels eines Stockes vom Vordach angeln“.

Hermes-Paket
Für eine normal große Person ohne Hilfsmittel kaum zu erreichen: das Hermes-Paket auf dem Vordach. © Facebook

Hermes: Familie sucht Grundstück ab und findet Paket durchnässt am nächsten Tag

Vorangegangen war eine größere Suchaktion. „Wir haben das ganze Grundstück am Abend zuvor abgesucht, weil ja das Paket als abgeliefert avisiert war. Wir haben es nicht gefunden, da es auch schon dunkel war.“ Wer rechnet denn schon damit, dass eine Sendung auf dem Vordach liegt?

Das Hermes-Paket hat dort förmlich „übernachtet“, bis es die Familie gefunden hat. Und sei „völlig durchnässt“ gewesen. „In der Nacht gab es ein schweres Gewitter mit viel Starkregen, das Paket war völlig durchnässt. Der Inhalt (Kleidung) war aber nochmals in einer Plastiktüte verpackt und dadurch geschützt.“

Hermes: Kunde hat Verständnis für gestresste Boten

Wütend ist der Hermes-Kunde aber nicht auf den Paketboten, der die wirklich schlechte Idee hatte, das Paket schwer erreichbar und noch schwerer entdeckbar aufs Vordach zu werfen. „Bei Hermes können einem die Paketboten leid tun“, erklärt er und glaubt: „Oft sind es Subunternehmer von Subunternehmern, die als ‚selbstständige‘ Unternehmer kaum von den Erträgen leben können. Warum aber jemand ein Paket auf ein Vordach wirft, bleibt ungeklärt.“ Für Begeisterung sorgte hingegen der Ablageort eines anderen Paketboten. (lin)

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